Kurfürstendamm in Berlin Bewaffnete überfallen Geldtransporter vor Apple-Laden

Am helllichten Tag haben Maskierte auf dem Kurfürstendamm in Berlin einen Geldboten überfallen. Dieser hatte offenbar gerade das Geld aus dem dortigen Apple-Store abgeholt.
Tatort am Berliner Kudamm: Maskierte überfielen einen Geldtransporter

Tatort am Berliner Kudamm: Maskierte überfielen einen Geldtransporter

Foto: Jörg Carstensen/ dpa

Berlin - Mitten im Geschäftstrubel eines Samstagnachmittags haben drei Maskierte einen Geldtransporter auf dem Kurfürstendamm in Berlin überfallen. Sie bedrohten den Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens mit einer Schusswaffe, als dieser aus einem Laden kam und zum Transporter gehen wollte, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Täter erbeuteten eine Geldkassette und flohen. Der Sicherheitsmann kam unverletzt davon.

Nach Angaben mehrerer Berliner Zeitungen stammte die Beute aus einem Apple-Store. Dort hatte am Freitag der Verkauf des neuen iPhone-Modells begonnen - unter einem riesigem Kunden-Ansturm. Die Polizei bestätigte den Namen des Geschäftes nicht. Auch zur Höhe der Summe machte sie keine Angaben. Die Ermittlungen dauerten an und es würden nun Zeugen befragt, sagte die Polizeisprecherin.

Einen ersten wichtigen Hinweis auf die Täter könnte es aber bereits geben: Kurz nach dem Überfall brannte auf der nahen Bundesallee ein Auto, bei dem es sich laut Polizei um das Fluchtfahrzeug handeln könnte.

Am Kurfürstendamm hatten Kriminelle in den vergangenen Monaten wiederholt auf dreiste Art Beute gemacht. Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres waren mehrere Männer mit einem Auto in das Apple-Geschäft gerast - und hatten Smartphones, Laptops, Tablet-Computer und andere Geräte gestohlen. Gut einen Monat später wurden die mutmaßlichen Täter gefasst: Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner und der sächsischen Polizei nahmen sieben Tatverdächtige der "Blitzeinbruch-Bande" bei einem Coup in Dresden fest.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich Anfang September: Zwei Bewaffnete überfielen am helllichten Tag einen Juwelierladen auf dem Kudamm. Sie versprühten Reizgas im Verkaufsraum, bedrohten die drei Angestellten und eine Kundin und zerschlugen dann mehrere Vitrinen. Anschließend flüchteten sie zunächst zu Fuß und später möglicherweise auch per Fahrrad.

jbe/dpa
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