Kugelhagel Mexikanische Drogenhändler erschießen Bus-Insassen

Grausames Massaker in Mexiko: Polizisten fanden im Bundestaat Sinaola 13 Tote in einem Bus. Drogendealer hatten die zumeist jugendlichen Opfer zunächst gefesselt und dann mit Schüssen durchsiebt. Insgesamt wurden in den letzten Tagen 30 Menschen ermordet.


Mexiko-Stadt - Im nordwestlichen Bundesstaat Sinaola wurde nach Behördenangaben vom Donnerstag (Ortszeit) ein Bus mit 13 gefesselten Leichen gefunden. Die meisten der von Kugeln durchlöcherten Toten seien Jugendliche gewesen, sagte ein lokaler Behördenvertreter. Neben den Leichen lagen laut der Ermittler 80 Geschosshülsen.

Die Polizei machte keine Angaben über Verdächtige oder mögliche Motive des Massakers. Bandenkriege um die Aufteilung von Gebieten für den Rauschgifthandel haben aber viele mexikanische Städte mit einer Welle der Gewalt überzogen. Der Staat Sinaola ist eine der Drogen-Hochburgen des Landes. Seine Hauptstadt Culiacan ist Sitz des mächtigen Sinaola-Drogenkartells.

In Chihuahua an der Grenze zu den USA wurden außerdem am Donnerstag insgesamt 17 Menschen getötet, davon allein sechs in der Grenzstadt Ciudad Juárez.

In Chihuahua wurden fünf Mitglieder einer Drogenbande von Bewaffneten in die Enge getrieben und von Kugeln förmlich durchsiebt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein Polizeiermittler wurde in einen Hinterhalt gelockt, seine Leiche wurde mit mindestens 60 Schusswunden in seinem Fahrzeug entdeckt. Der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel sind in Mexiko seit Jahresbeginn mehr als 4500 Menschen zum Opfer gefallen.

bog/AFP/AP



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