Nach Polizistenmorden bei Kusel 1600 Hinweise auf Hassnachrichten

Rheinland-pfälzische Ermittler haben 1600 Hinweise auf Hass und Hetze nach dem Tod zweier Polizisten gesammelt – etliche davon offenbar mit strafrechtlicher Relevanz.
Straßensperre am Tatort in Kusel

Straßensperre am Tatort in Kusel

Foto: WOLFGANG STEIL / AFP

Die rheinland-pfälzische Ermittlungsgruppe »Hate Speech« hat in den drei Wochen nach den Morden an zwei Polizisten bei Kusel mehr als 1600 Hinweise auf Hass und Hetze im Internet in Zusammenhang mit der Tat festgestellt.

Davon seien 509 Beiträge nach vorläufigem Stand strafrechtlich relevant, teilte das Landeskriminalamt in Mainz mit. Bislang seien 45 Vorgänge an die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz weitergegeben worden. Über die Zahlen hatte zuvor die »Heilbronner Stimme« berichtet.

Wegen menschenfeindlicher Kommentare zu der Tat sind bereits ein 37 Jahre alter Saarländer und ein 55-Jähriger aus Rheinland-Pfalz verhaftet worden.

Eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Polizeikommissar waren am 31. Januar während einer Fahrzeugkontrolle bei Kusel erschossen worden.

Als mutmaßliche Täter sitzen zwei Männer wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord in Untersuchungshaft. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Ermittler gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Täter Jagdwilderei verdecken wollten.

kha/dpa
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