Tödlicher Angriff auf Polizisten bei Kusel Haftbefehl gegen mutmaßlichen Komplizen von Andreas S. aufgehoben

Florian V. ist wieder frei: Er war nach dem Polizistenmord bei Kusel in Haft gekommen. Dort musste er zunächst bleiben, obwohl die Ermittler nicht mehr davon ausgingen, dass er an der Tat beteiligt war.
Polizeistreifen in der Nähe des Tatorts in Rheinland-Pfalz (am 31. Januar)

Polizeistreifen in der Nähe des Tatorts in Rheinland-Pfalz (am 31. Januar)

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Im Fall der bei Kusel in Rheinland-Pfalz erschossenen Polizisten ist einer der beiden ursprünglich Verdächtigen wieder frei. Der Haftbefehl gegen den 32-Jährigen wegen Jagdwilderei sei aufgehoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mit .

Das Landgericht Kaiserslautern habe einer Beschwerde der Verteidigung Florian V.s stattgegeben: Es gebe keine Fluchtgefahr bei dem Mann und somit auch keinen Haftgrund mehr.

Vor gut einer Woche war aufgrund von neuen Erkenntnissen am Tatort der Haftbefehl gegen den 32-Jährigen aus dem Saarland wegen des Mordverdachts aufgehoben worden. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass nur Andreas S. auf die Polizisten geschossen hatte. Allerdings erging gegen V. umgehend ein neuer Haftbefehl wegen gewerbsmäßiger Jagdwilderei und versuchter Strafvereitelung. Dass der Mann dann weiter in Untersuchungshaft bleiben musste, hatte sein Verteidiger als »Skandal« bezeichnet.

Am 31. Januar waren bei einer Fahrzeugkontrolle nahe Kusel (Westpfalz) ein Polizeikommissar, 29, und eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin erschossen worden. Im Anschluss wurden S. und V. im Saarland festgenommen. Nach den neuen Erkenntnissen werden S. die beiden Morde vorgeworfen. Er soll allein fünf Schüsse auf die Opfer abgefeuert haben – mutmaßlich, um Jagdwilderei zu verdecken.

bbr/dpa
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