Urteil in Meiningen Baby totgeschüttelt – drei Jahre Haft für Vater

Ein Mann schüttelte sein fünf Wochen altes Baby so heftig, dass es tödliche Verletzungen erlitt. Das Landgericht Meiningen hat den 33-Jährigen nun verurteilt – aber nicht wegen Totschlags.
Thüringische Justiz (Symbolbild): Drei Jahre Haft für 33-Jährigen

Thüringische Justiz (Symbolbild): Drei Jahre Haft für 33-Jährigen

Foto: arifoto UG/ dpa

Ein 33-Jähriger ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er nach Ansicht des Landgerichts im thüringischen Meiningen sein fünf Wochen altes Baby totgeschüttelt hat. Die Richter sprachen den Mann der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Nach den Feststellungen der Strafkammer hatte der Mann seinen Sohn im Mai vergangenen Jahres derart heftig geschüttelt, dass dieser ein Schütteltrauma, also schwerste Kopfverletzungen, erlitten hatte. Das Kind starb wenige Tage später.

Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert

Das Gericht kam mit seinem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang nach. Diese hatte dem Mann aus dem Raum Sonneberg in der Anklageschrift noch Totschlag vorgeworfen, ging nach der Beweisaufnahme aber von Körperverletzung mit Todesfolge aus.

Die Verteidigung des Angeklagten hatte auf einen Freispruch plädiert. Der Mann hatte laut »Bild«  vor Gericht gesagt, er sei aus dem Schlaf aufgewacht, weil sein Sohn geröchelt habe. Er habe ihm auf den Rücken geklopft, sei dann in Panik geraten und habe ihn geschüttelt. Dabei sei ihm der Junge aus dem Arm gerutscht und auf den Boden gefallen.

ptz/AFP