Fingierte Zahlungsaufforderung Landgericht warnt vor gefälschten Gerichtsrechnungen

Mit gefälschten Gerichtskostenrechnungen sollen Gutgläubige um ihr Geld gebracht werden. Das Landgericht Stade warnt vor entsprechenden Schreiben eines fiktiven "Zentralen Registergerichts Stade".


Stade - 80,25 Euro seien zu begleichen, heißt es in dem Schreiben des "Zentralen Registergerichts Stade" - Zahlung bitte innerhalb einer Woche mit dem beigefügten Überweisungsträger. Die Summe sei fällig, weil im Rahmen einer Privatinsolvenz beim "Registergericht Kassel" ein Antrag auf Restschuldbefreiung eingegangen sei.

Der Haken an der Sache: Es gibt weder ein "Zentrales Registergericht Stade" noch ein "Registergericht Kassel". Die Gerichtskostenrechnungen sind rein fiktiv - Fälschungen, um Gutgläubige um ihr Geld zu bringen.

Das Landgericht Stade warnt Empfänger des Schreibens davor, den Betrag zu bezahlen. Stattdessen sollten sich Betroffene an die Polizei wenden. Die fiktiven Kostenrechnungen seien für Laien von echten Gerichtskostenrechnungen nur schwer zu unterscheiden.

Das Landgericht empfiehlt, grundsätzlich die Echtheit von Gerichtskostenrechnungen zu überprüfen. Bei Zweifeln solle man sich an den im Insolvenzverfahren bestellten Treuhänder wenden oder beim angegebenen Gericht nachfragen.

ulz



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