Laos Schwangere Britin entgeht Hinrichtung

Ihr Schicksal erregte weltweit Aufsehen: Eine in Laos wegen Rauschgiftschmuggels angeklagte Britin muss offenbar nicht mehr mit der Todesstrafe rechnen. Sie war während der Haft schwanger geworden und soll ihre Strafe nun in Großbritannien absitzen.


Bangkok - "Unsere Verfassung verbietet es, Schwangere hinzurichten", sagte der Vizeregierungschef des südostasiatischen Landes, Thongloun Sisoulith, am Donnerstag der Zeitung "Nation".

Darf ihre Strafe vermutlich in Großbritannien absitzen: Samantha Orobator
AP / Reprieve

Darf ihre Strafe vermutlich in Großbritannien absitzen: Samantha Orobator

Die 20-jährige Britin Samantha Orobator war im August am Flughafen der laotischen Hauptstadt Vientiane festgenommen worden. In ihrem Gepäck befanden sich nach Angaben der Behörden 680 Gramm Heroin. Auf den Handel mit mehr als einem halben Kilogramm Heroin steht in Laos die Todesstrafe, seit 2003 wurden hier mindestens 39 Menschen wegen verschiedener Vergehen zum Tode verurteilt.

Orobator war im Dezember unter bisher nicht bekannten Umständen während ihres Aufenthalts im Hauptstadt-Gefängnis Phontong schwanger geworden. Die Strafvollzugsanstalt ist berüchtigt für katastrophale hygienische Zustände, schlechter Verpflegung und harte Strafen bei Regelverstößen.

Nachdem Laos und Großbritannien vergangene Woche ein Abkommen über den Austausch von Gefangenen unterzeichnet haben, wird die junge Frau ihre Strafe voraussichtlich in ihrer Heimat absitzen. Das Urteil wird im Laufe der Woche erwartet.

ala/dpa



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