Los Angeles Mutmaßlicher Flughafen-Schütze erstmals vor Gericht

Gut einen Monat nach den tödlichen Schüssen am Flughafen von Los Angeles ist der mutmaßliche Täter erstmals vor Gericht aufgetreten. Deutlich waren die Verletzungen zu erkennen, die der 23-Jährige bei seiner Verhaftung davongetragen hatte.

AP

Rancho Cucamonga/Los Angeles - Das ausgezehrte, hagere Gesicht eines Jugendlichen, gezeichnet von einer Schusswunde am Mund - so zeigt die Skizze eines Zeichners den mutmaßlichen Todesschützen von Los Angeles, der am Mittwoch erstmals zu einer Anhörung vor Gericht erschien.

Der 23-jährige Paul C. soll am 1. November auf dem Flughafen von Los Angeles mit einem Sturmgewehr einen Mitarbeiter der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA getötet haben. Bei der Attacke, die am Flughafen für Chaos sorgte und Auswirkungen auf den gesamten US-Luftverkehr hatte, wurden zwei weitere TSA-Leute sowie ein Passagier verletzt.

Bevor Einsatzkräfte C. überwältigen konnten, wurde er selbst von vier Polizeikugeln getroffen, unter anderem am Mund. Vor Gericht seien die Verletzungen nun deutlich zu sehen gewesen, berichtet eine Reporterin der Nachrichtenagentur AP, die C. als zierlich und mager beschrieb.

Antworten im Flüsterton

Für C. war die Anhörung der erste öffentliche Auftritt seit seiner Verhaftung. Bei dem zehnminütigen Termin in der Stadt Rancho Cucamonga rund 70 Kilometer östlich von Los Angeles machte er seine Angaben im Flüsterton.

Richter David Bristow entschied, es bestehe Fluchtgefahr, außerdem sei C. eine Gefahr für die Allgemeinheit. Daher könne er nicht gegen Kaution freigelassen werden. Mitte Dezember muss der Verdächtige zu weiteren Anhörungen vor Gericht erscheinen. Im Falle eines Mordprozesses mit einem Schuldspruch droht dem Mann die Todesstrafe.

Als mögliches Tatmotiv gilt Hass auf die Sicherheitsbehörde. Medienberichten zufolge wurde in einer Tasche, die C. bei sich trug, ein entsprechender Brief gefunden.

rls/dpa/AP



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
friedenspfeife 05.12.2013
1. Bei einem 23 jaehrigen
Zitat von sysopAPGut einen Monat nach den tödlichen Schüssen am Flughafen von Los Angeles ist der mutmaßliche Täter erstmals vor Gericht aufgetreten. Deutlich waren die Verletzungen zu erkennen, die der 23-Jährige bei seiner Verhaftung davongetragen hatte. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/lax-shooter-todesschuetze-von-los-angeles-erstmals-vor-gericht-a-937305.html
von einem Jugendlichen zu sprechen, ist schon etwas verwirrend. Ab wann ist man laut Spon denn erwachsen? Mit Mitte/Ende 60?
Leserbrief 05.12.2013
2. Erwachsen werden
Zitat von friedenspfeifevon einem Jugendlichen zu sprechen, ist schon etwas verwirrend. Ab wann ist man laut Spon denn erwachsen? Mit Mitte/Ende 60?
gute Frage... wenn über die USA geschrieben wird, dann gibt nur arme Opfer des Systems...
makromizer 05.12.2013
3.
Zitat von friedenspfeifevon einem Jugendlichen zu sprechen, ist schon etwas verwirrend. Ab wann ist man laut Spon denn erwachsen? Mit Mitte/Ende 60?
Hat doch niemand behauptet. Wenn man sagt, jemand hätte das Gesicht eines Jugendlichen, meint man damit doch nur, dass jemand entsprechend aussieht.
electricdawn 05.12.2013
4. Erwachsen?
Wenn es nach mir geht, nicht vor 30. Jedenfalls fuer viele Menschen. Ausnahmen gibt es natuerlich immer wieder. ;)
hschmitter 05.12.2013
5. Alles nur im Konjunktiv, juristisch abgesichert
Hat er nun einen Menschen erschossen oder nicht ? Wenn ja, habe ich wenig Mitgefühl dafür, daß er nur im Flüsterton sprechen kann. Und überhaupt, worin besteht der Nachrichtenwert? Gäbe es die selbe Nachricht auch bei einem ähnlichen Ereignis in Ulan-Bator ?
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