Lebenslänglich in Haft Swingerclub-Besitzerin zwingt eigene Kinder zum Sex vor Publikum

Unfassbarer Missbrauch: Eine Swingerclub-Besitzerin in den USA hat jahrelang über ein Dutzend Kinder regelmäßig zu sexuellem Kontakt vor Publikum gezwungen. Mit Drogen und Drohungen machte sie sie gefügig - auch ihre eigenen Kinder. Jetzt wurde die Frau zu lebenslanger Haft verurteilt.


Tyler/Texas - Nur vier Minuten brauchten die Geschworenen im Gerichtssaal von Smith County, um sich über das Urteil für die Swingerclub-Inhaberin Shauntel Mayo einig zu werden. Am Donnerstag verhängten die Richter eine lebenslängliche Strafe für die 29-jährige, schreibt die texanische Zeitung "Tyler Morning-Telegraph" auf ihrer Internetseite. Mayo hatte zwischen 2004 und 2005 mehrere Kinder zu sexuellen Handlungen in ihrem Swingerclub gezwungen.

Aufgeflogen war der Fall, als die Jugendschutzbehörde einen anonymen Hinweis auf Missbrauch und Drogenkonsum im Umfeld des Clubs bekam. Insgesamt sollen mindestens 15 Kinder für Auftritte in "Mineola Swingers' Club" missbraucht worden sein - drei davon sind die leiblichen Kinder der 29-jährigen Besitzerin: ein heute siebenjähriges Mädchen, ein zehnjähriges Mädchen und ein neunjähriger Junge. Sie befinden sich inzwischen in der Obhut von Pflegeeltern.

Was die drei Geschwister während der Ermittlungen und im Gerichtssaal aussagten, klingt unfassbar: Schon als Fünfjährige seien sie von ihrer Mutter und deren Angestellten mit dem Versprechen von Geld und Süßigkeiten überredet worden, in den - wie die Kinder es nannten - "Kindergarten" zu gehen. Dort hätten sie "diese Dinge" gelernt. Erst hätten sie an Puppen "üben" und sich dann später gegenseitig berühren und nackt tanzen müssen. Vor ihren "Auftritten" hätten sie "silly pills" bekommen. Die Ermittler vermuten, die Tabletten enthielten Vicodin, ein starkes und betäubendes Schmerzmittel.

Die Mutter soll ihren Kindern mehrfach damit gedroht haben, ihnen das Essen zu verweigern, wenn sie die Auftritte nicht mitmachen wollten. Neben Shauntel Mayo sind noch fünf ihrer Mitarbeiter angeklagt. Mayos Lebensgefährte, der die Kinder ebenfalls zu sexuellen Auftritten zwang, wurde schon im März zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

amz/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.