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18. August 2010, 10:14 Uhr

Lehrerin als Stalking-Opfer

"Gero war eine tickende Zeitbombe"

Von , Bremen

Die Lehrerin Heike Block wurde von einem ehemaligen Schüler getötet, mehr als 20-mal stach Gero S. auf sie ein. Zuvor hatte er der jungen Frau zwei Jahre lang nachgestellt. Sie konnte das Stalking mit detaillierten Notizen beweisen - aber niemand griff ein. Protokoll eines absehbaren Mordes.

In wenigen Tagen wird der Mann verurteilt werden, der Heike Block vor ihrer Haustür in Bremen mit mehr als 20 Messerstichen tötete. Der ihr zuvor zwei Jahre lang nachgestellt hatte, sie wahnhaft verfolgte, bedrängte. Der ihr E-Mails schrieb, ihr auflauerte, ihr Angst machte.

Gero S. fürchtet sich nicht vor der Strafe. Ganz in Schwarz gekleidet, die Hose in Springerstiefel gestopft, balanciert er - seine Hände sind gefesselt - einen Stapel Aktenordner auf den Unteramen, als er den Verhandlungssaal im Landgericht Bremen betritt. Er fühle sich besser, seit er in Untersuchungshaft sitze, sagt der 21-Jährige, als ihn der Vorsitzende Richter Helmut Kellermann fragt, ob er psychisch krank sei.

Für Heike Blocks Eltern und ihren Bruder bedeutet die Urteilsverkündung das Ende eines Kampfes. Ein Kampf, den sie so engagiert wie sachlich geführt haben. Sie wollten aufrütteln, anderen das gleiche Schicksal ersparen, das ihrer Tochter und Schwester widerfahren ist.

Heike Block war Geros Lehrerin. Sie musste sterben, weil sie sich seiner annahm und ihn später nicht mehr loswurde. Vielleicht aber auch, weil ihre Hilferufe ignoriert wurden.

Heike Block kommt im Herbst 2006 an das Gymnasium in Osterholz-Scharmbeck. Sie unterrichtet Biologie und Chemie. Ein Jahr später leitet sie einen Bioethikkurs, es ist ihr erster Oberstufenkurs. Als letzter Schüler stößt Gero S. dazu.

Sprenggürtel mit Schwarzpulver

Der Junge entpuppt sich als anhänglich. Er fängt seine Lehrerin auf dem Flur ab, belagert sie regelrecht, sucht ihren Rat bei Problemen und vertraut ihr schließlich an, er wolle sich das Leben nehmen. Heike Block fühlt sich bedrängt und gleichzeitig für den Schüler verantwortlich. Ihr Vater rät ihr, für den Fall der Fälle jeden Kontakt mit Gero S. zu protokollieren.

So tippt Heike Block am 20. Dezember 2007 in ihren Laptop: "Gero fängt mich vor dem Lehrerzimmer nach Unterrichtsschluss ab und bittet um ein Gespräch. Wir gehen zusammen in die Chemievorbereitung und reden über seine Probleme, ca. zwei Stunden lang. Zeugen: Frau M. Kontaktaufnahme von mir, und Frau N. mit Dr. J. vom Sozialpsychiatrischen Dienst, da ich mir nicht mehr zu helfen weiß."

Der Psychiater rät ihr, den Kontakt zu Gero S. abzubrechen und bei weiteren Suiziddrohungen die Polizei einzuschalten.

Gero S. lässt nicht locker.

Am 9. Januar 2008 notiert Heike Block: "Gero steht vor dem Lehrerzimmer und wartet auf mich. Frau N. bekommt das mit und warnt mich. Ich steige aus dem Fenster."

Doch Heike Block entkommt ihrem Schüler nicht.

Zwei Tage später protokolliert sie: "Gero fängt mich vor dem Lehrerzimmer ab. Finales Gespräch, Gero droht, sich umzubringen."

Noch am selben Abend wird der Schüler von der Polizei abgeholt, in seinem Zimmer zu Hause finden Beamte einen Sprenggürtel mit Schwarzpulver. Er gibt an, dass er sich diesen um den Hals habe legen wollen.

Gero S. willigt ein, eine Therapie zu machen. Heike Block begleitet ihn zum Psychiater. Dort teilt er ihr mit, dass er eine Beziehung mit ihr will. Heike Block verlässt die Sitzung, sie weigert sich nun, ihn weiterhin zu unterrichten - doch der Schulleiter entscheidet anders.

Die Lehrerin verzeichnet in ihrem Stalking-Protokoll: "Entscheidung von Herrn S. und Frau B. (Oberstufenkoordinatorin), dass Gero in meinem Kurs verbleibt und dass es besser für alle ist, wenn ich ihn einzeln betreue. Meine Einwände dagegen wurden nicht ernst genommen. So machte ich mit Gero Einzeltermine ab."

Ab jetzt ist Heike Block dem Stalker ausgeliefert. Ihre Eltern, zu denen sie ein gutes Verhältnis hat und die sie als Ratgeber schätzt, bestätigen ebenso wie Kollegen: "Heike hatte Angst vor dem Schulleiter." Sie habe dessen Anweisungen nur befolgt, weil sie ihre bevorstehende Verbeamtung nicht habe gefährden wollen.

Vor Gericht streitet Schulleiter Gerd S. ab, seiner jungen Kollegin "gegen ihren Willen" die Anweisung zum Einzelunterricht gegeben zu haben. Warum Gero S. eine von vielen E-Mails an Heike Block mit "Dein Ein-Personen-Kurs" unterschrieben habe, könne er sich nicht erklären. "Ich hatte ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihr. Ich habe ihr immer das Gefühl gegeben, sie könne zu mir kommen." Es habe ihn im Nachhinein erstaunt, dass "es Moment gab, in denen sie sich mir nicht anvertraute".

Warum aber hätte Heike Block in dem Protokoll falsche Angaben machen sollen? Eine Frage, die auch der Vorsitzende Richter dem Schulleiter stellt. Die Antwort: Achselzucken.

"Sein Verhalten hatte etwas Obsessives"

Er habe Gero direkt gefragt, ob er sich in Heike Block "verknallt" habe, sagt der Schulleiter. Gero habe ihm gegenüber beteuert, er sei zu solch einer "emotionalen Bindung" gar nicht fähig. "Ich glaubte ihm, weil ich ihn als äußerst schwer zugänglichen Jungen kennengelernt habe." Vielmehr habe er geglaubt, dass Heike Block bei Gero "etwas bewegen" könne. "Und sie traute sich das anfangs zu." Später habe er Gero zudem ausdrücklich gewarnt, Heike Block zu nahe zu kommen.

Doch der Angeklagte Gero S. widerlegt vor Gericht die Aussagen des Rektors. Der 21-Jährige sitzt auf der Anklagebank, Brille, blass, zerbrechlich, die Augen kneift er oft zu, und es scheint ihm eine Freude zu sein, penibel genau darauf hinzuweisen, dass Heike Blocks Tagebuchaufzeichnungen der Wahrheit entsprechen. Er formuliert mit großer Präzision, hört sich gern selbst reden und sagt mehrfach an seinen einstigen Rektor gerichtet: "Ich kann das nicht bestätigen." Oder: "Ich kann mich nicht an die angeblich drastische Warnung erinnern, dass ich Heike in Ruhe lassen soll."

Anfang Februar dokumentiert Heike Block in ihrem elektronischen Tagebuch: "Gero gesteht mir seine Liebe. Info an Herrn S., dass ich mich mit Gero nicht mehr allein treffen kann. Unverständnis von seiner Seite."

Cornelia N., eine Kollegin von Heike Block, schilderte vor Gericht, wie verzweifelt die 35-Jährige war. Dass sie zunächst Angst hatte, Gero bringe sich um, und später Angst vor ihm selbst hatte. "Sein Verhalten hatte etwas Obsessives. Er war eine tickende Zeitbombe." Sie selbst verfasst am 11. Februar 2008 eine eidesstattliche Erklärung für den Fall, dass sie "nicht in der Lage sein sollte, eine Aussage zu machen".

Darin führt sie auf, dass der Schulleiter ihr gegenüber behauptet habe, Gero S. "im Griff zu haben". Ihrer Auffassung nach habe aber "keiner Gero im Griff". Sie empfinde die Situation als "besorgniserregend und auch bedrohlich".

Weder Rektor S. noch die Landesschulbehörde hätten ihr geantwortet, sagt Cornelia N.

Er habe die Einschätzung dieser Lehrerin für "nicht stichhaltig" befunden, sagt der Schulleiter im Beisein seines Anwalts vor Gericht. "Tragischerweise" habe die Kollegin jedoch Recht behalten.

Ende Februar 2008 wird Heike Block verbeamtet. Ab jetzt besteht sie darauf, Gero grundsätzlich nur noch im Beisein von Zeugen zu unterrichten. Als dieser seine Therapie abbricht, weigert sie sich, ihn weiter zu betreuen.

Gespräche mit Gero S.' Mutter "brachten einfach nichts"

In den Sommerferien und auch danach bombardiert Gero S. seine ehemalige Lehrerin mit E-Mails, eine davon ist ausgedruckt acht Seiten lang. "Wärst Du nicht gewesen, könnte ich Dir heute nicht mehr schreiben, vielleicht kann ich Dir eines Tages dafür danken, dass Du mein Leben bewahrt hast", schreibt er. Und: "Du kannst wirklich sehr verletzend und kühl sein, aber manchmal auch zum Knuddeln." Oder: "Was mir (…) niemand bezahlen kann, sind die Minuten und Stunden, die ich mit Dir verbracht habe, waren sie auch noch so schmerzhaft."

Zudem entwickelt Gero S. einen hasserfüllten Neid auf die Frau, die er begehrt, die sich ihm aber verwehrt. "Ich muss zugeben, dass ich Dich um Dein Leben, das Du führst, beneide. (…) Ich habe kein Geld (…), keinen Führerschein, kein Auto, so gut wie keine Möbel, kein Geschirr, kein Besteck, keinen Kühlschrank, keine Waschmaschine, kaum Kleidung, und wenn, dann nur billige minderer Qualität, während das bei Dir etwas anders aussieht (…). Ich habe keine Eltern und Freunde wie Du, denen ich mich anvertrauen kann und die mir helfen können (…) Du führst mir ein Leben vor, das für mich unerreichbar erscheint (…). Ich bin nicht so klug wie Du, ich seh nicht so gut aus wie Du, vielleicht bin ich auch nicht so nett wie Du. Aber vor allem eines haben wir nicht gemeinsam: unsere Vergangenheit."

Gero S. lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter, die in der Mediathek des Gymnasiums angestellt ist. Der Junge gilt schon früh als begabt, laut Gutachter hat er einen IQ von 136. Doch er fällt vor allem unangenehm auf - durch gewaltverherrlichende Zeichnungen und faschistoide Einstellungen.

Das Verhältnis zwischen Sohn und Mutter gilt als gestört. Sie soll ihm mehrfach gesagt haben, er sei "nicht gewollt". So erzählte er es selbst. Und dass er manchmal eingesperrt werde. Vor Gericht schilderte eine Betreuungslehrerin, dass Gespräche mit der Mutter eingestellt wurden. "Sie brachten einfach nichts."

"Gejammer der Lehrer finde ich unverschämt"

In den Jahren 2002 und 2005 stalkt Gero S. zwei Mädchen, legt ihnen Geschenke vor die Tür. Als sie auf Distanz gehen, schreibt er hasserfüllte Briefe und droht damit, Raketen auf die Häuser ihrer Eltern abzufeuern. Eines der Mädchen, so berichtet es eine Lehrerin vor Gericht, habe noch heute Angst vor Gero S.

In einer E-Mail an Heike Block schreibt er von "Wut (…) gegen Euch Lehrer". "Mir dann von verschiedenen Lehrern deren Gejammer noch anzuhören, wie anstrengend bei Euch alles manchmal ist, finde ich unverschämt."

Heike Block geht im September zum Anwalt, sie will eine einstweilige Verfügung erwirken. In ihrem Protokoll notiert sie, dass Rektor Gerd S. jedoch dafür kein Verständnis habe. Vor Gericht streitet Gerd S. auch das ab. Er habe davon nichts gewusst, ebenso wenig habe er E-Mails von Gero an seine Lehrerin gelesen.

Heike Block aber protokolliert: "Herr S. übergibt mir die gelesenen E-Mails im Lehrerzimmer vor Zeugen."

Heike Block führte dezidiert Buch über das krankhafte Verhalten ihres Schülers, als habe sie geahnt, dass ihre Aufzeichnungen eines Tages Gegenstand eines Prozesses werden würden. Es half ihr nicht.

Ihr Mörder stellte sich nach der Tat, ist geständig. "Unsere Aufgabenstellung ist es, über Gero S. zu urteilen", betont Richter Kellermann während des Verfahrens des Öfteren. "Ob diese Tat prognostizierbar war, ist nicht zu sagen und auch nicht Gegenstand dieser Verhandlung." Inwiefern der Schulleiter Verantwortung auf sich geladen habe, das werde die Kammer nicht entscheiden.

Für Heike Blocks Familie aber ist das Protokoll ein Beleg dafür, dass der Leiter des Gymnasiums nicht seiner Fürsorgepflicht gegenüber der 35-Jährigen nachgekommen ist. Es gehe an Schulen primär um den Schutz der Schüler, darum, diese zum Abschluss zu führen, sagt Heike Blocks Bruder. "Aber wer schützt die Lehrer?"

Wie viele Männer hatte sie? Führte sie ein Poesiealbum?

Erst als Gero S. im März 2009 - wenige Tage nach dem Amoklauf von Winnenden - in einer Facharbeit über Recht und Gerechtigkeit schwadroniert, für die er sorgen wolle, schlägt der Rektor Alarm. Er will den Jungen zwangseinweisen lassen. "Ich habe eine Gefahr für die Lehrerschaft gesehen, aber nicht für eine einzelne Person", beteuert der Schulleiter vor Gericht. Auch von den beiden Stalking-Fällen will er erst spät erfahren haben.

Die Polizei bestätigt "eine allgemeine Gefährdungslage", das Amtsgericht lehnt eine Einweisung jedoch ab. Gero S. fühlt sich verraten - von Heike Block und vom Rektor. Gero verlässt ohne Abitur die Schule und geht zur Bundeswehr.

Heike Block atmet auf. Sie ahnt nicht, dass Gero S. bereits am 3. November 2008 den Entschluss gefasst hatte, sie zu ermorden.

Er installierte damals an Autobahnabfahrten Videokameras, um herauszufinden, wo seine Lehrerin wohnt. Als er sie in Bremen-St.-Magnus ausfindig macht, hockt er sich ins Gebüsch und fotografiert die alleinlebende Pädagogin. Mehrfach fährt er nach Hamburg, um das Haus ihrer Eltern auszuspionieren. Zu Hause entwirft er einen 260-seitigen Katalog mit 6500 Fragen an Heike Block. Wie viele Männer sie hatte, welche sexuellen Erlebnisse, führte sie ein Poesiealbum?

Sechs Tage vor Weihnachten radelt Gero S. zum Parkplatz seiner alten Schule, klemmt einen Peilsender unter Heike Blocks silbernen Mini Cooper. Bei eisiger Kälte fährt er mit dem Rad nach St. Magnus, kauert sich ins Gebüsch und verfolgt via Handy, welche Route die 35-Jährige fährt. In der Jackentasche hat er zwei Messer, im Rucksack Kabelbinder, eine Digitalkamera, der Fragenkatalog ist auf einem USB-Stick gespeichert. Er will sie 48 Stunden lang in ihrer Wohnung verhören, danach töten.

"Ich habe einen Menschen umgebracht, bitte holen Sie mich ab"

Als Heike Block gegen 14.30 Uhr an jenem 18. Dezember parkt, rennt Gero S. auf sie zu, fuchtelt mit einer Pistolenattrappe vor ihr herum. Die Lehrerin schlägt sie ihm aus der Hand, schreit laut um Hilfe. Der 21-Jährige zieht eines der Messer, sticht wie von Sinnen auf sie ein. Mehr als 20-mal.

Danach steht Gero S. auf, macht Lockerungsübungen, dann ruft er selbst die Polizei. "Ich habe einen Menschen umgebracht, bitte holen Sie mich ab."

Er habe selten einen Fall erlebt, bei dem es so viele Warnsignale für ein Verbrechen gegeben habe, sagte Staatsanwalt Uwe Picard. Doch was hat es genutzt?

Nach Angaben von Lehrern, die noch immer am Gymnasium Osterholz-Scharmbeck arbeiten, hat sich nach dem Mord an Heike Block nichts geändert. "Es gab bisher keine Aufarbeitung, keine Gespräche, keinen Notfallplan für ähnliche Fälle oder Neuerungen, wie man auffällige Schüler besser im Blick behalten könnte. Das Einzige, was bleibt, ist die Angst vor dem Rektor und seiner Alleinherrschaft", sagt einer. Eine Kollegin sagt: "Der Schulleiter hat den Fall unterschätzt. Das kann jeden Tag an jeder Schule passieren."

"Wir müssen unseren Frieden finden"

Rektor Gerd S. war für eine Stellungnahme auf SPIEGEL ONLINE nicht erreichbar. In einem offenen Brief hatten der Schulvorstand und das Lehrerkollegium die Vorwürfe gegen den Rektor bereits im Mai 2010 zurückgewiesen und betont, an der Schule herrsche "keine Atmosphäre der Angst". Sowohl Lehrern als auch Schülern würde "bei Problemen bestmöglich" zur Seite gestanden.

Zwei Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Schulleiter wurden bereits abgelehnt - beide wurden von Lehrern initiiert. Über die der Eltern Block soll nach Ende des Prozesses gegen Gero S. entschieden werden.

Aus dem Kollegium ist zu hören, dass die Schulverwaltung das Urteil gegen Gero S. herbeisehne, um den Fall Heike Block endlich zu den Akten legen zu können.

Ein Schritt, zu dem sich auch die Eltern der ermordeten Lehrerin durchringen müssen. "Wir haben als Familie besprochen, dass wir nach der Urteilsverkündung nicht mehr länger gegen Windmühlen ankämpfen wollen", sagt Wilfried Block. "Wir müssen - auch aus Selbstschutz - unseren Frieden finden. Ansonsten gehen wir zugrunde. Unsere Tochter hat sich bemüht und in ihrem Beruf alles gegeben. Sie hat es mit ihrem Leben bezahlt."

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