Leichenteile in Müllsack Verbrechen in Hamburg teilweise aufgeklärt

Der Fall einer zerstückelten Leiche, die in Hamburg in einem Müllsack entdeckt wurde, ist zum großen Teil gelöst: Bei dem Toten handelt es sich um einen 50-Jährigen, dessen Mitbewohner schwer verletzt aufgefunden wurde. Laut Polizei fügte sich der 53-Jährige die Verletzungen selbst zu.

DPA

Hamburg - "Der DNA-Abgleich hat ergeben, dass es sich um den vermissten Mann aus Buchholz handelt", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Ein Fußgänger hatte am Dienstag einen Müllsack mit Leichenteilen des 50-Jährigen in einem Gebüsch hinter einem Parkhaus im Stadtteil Harburg entdeckt.

Im Visier der Ermittler steht jetzt Orhan J., der 53 Jahre alte Mitbewohner des Toten. Dieser war am Dienstag wenige Stunden zuvor - ebenfalls in Harburg - mit Stichverletzungen gefunden worden. Die Kriminalpolizei vernahm den Mann am Donnerstag im Krankenhaus.

Die rechtsmedizinische Untersuchung des 53-Jährigen ergab, dass er sich die Stichverletzungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit selbst beigebracht hat und ein versuchtes Tötungsdelikt somit auszuschließen ist. Nach bisherigen Erkenntnissen wird Orhan J. verdächtigt, seinen Mitbewohner getötet zu haben.

Er habe den Beamten auch den entscheidenden Hinweis gegeben, wo weitere Überreste des Opfers zu finden seien, so der Polizeisprecher. Die restlichen Leichenteile seien im niedersächsischen Buchholz gefunden worden.

jjc



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