Prozess in Leipzig Angeklagter gesteht Zerstückelung von Ehepaar

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Leipziger Ehepaars hat der Angeklagte die Tat zugegeben. Sein Anwalt nannte grausame Details. Die Leichen will der Beschuldigte in einem See versenkt haben.

Justizbeamte mit dem Angeklagten im Gericht (Archiv)
DPA

Justizbeamte mit dem Angeklagten im Gericht (Archiv)


Angeblich wegen Streits um ausstehenden Lohn hat ein Mann eigenen Angaben zufolge vergangenen Sommer ein Ehepaar getötet, die Leichen zerstückelt und in einem Leipziger Baggersee versenkt.

Der 37-Jährige habe sich mit dem Paar in dessen Wohnung um Geld gestritten, heißt es in dem Geständnis, das der Verteidiger des Mannes vor dem Landgericht Leipzig vorlas. Im Streit schlug er demnach zuerst mit einem Hammer auf seine Opfer ein, dann stach er mit einem Messer zu.

Um die Leichen loszuwerden, zerstückelte er sie, steckte die Leichenteile in Säcke und transportierte sie in Reisekoffern zu dem Gewässer, wie es in der Erklärung heißt. Die Koffer habe er später samt Hammer, Messer und seinen Schuhen in einem Gebüsch versteckt. Nach seiner Verhaftung habe er die Polizei zu der Stelle geführt. Er habe auf ausstehenden Lohn für Arbeiten auf einer Baustelle gewartet, hieß es.

Der Mann ist wegen Mordes, Raubes und Störung der Totenruhe angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft leidet der Angeklagte unter anderem an einer Persönlichkeits- und einer posttraumatischen Belastungsstörung. Möglicherweise ist er deshalb nur vermindert schuldfähig. Bisher hatte er die Tat bestritten. Der Mann stammt wie die beiden Opfer aus Tunesien.

apr/dpa

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