Leipzig Mann pöbelt in Regionalbahn und randaliert am Bahnhof – mit fünf Promille

Er fuhr ohne Ticket, beleidigte einen Bahnmitarbeiter und warf dann am Bahnhof Bierflaschen auf Taxis. In Leipzig hat die Polizei einen schwer alkoholisierten Mann gestoppt. Er hatte auch eine Waffe bei sich.
Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Foto: Silas Stein/ dpa

Ein zeitweise extrem betrunkener Mann hat am Montagnachmittag über mehrere Stunden die Bundespolizei in Leipzig beschäftigt.

Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte , war der 51-Jährige zunächst gegen 15 Uhr in einer Regionalbahn ohne Ticket unterwegs gewesen und hatte einen Servicemitarbeiter »mit äußerst ehrverletzenden Worten« beleidigt. Das hatte die Polizei erstmalig auf den Plan gerufen. Dabei fanden die Beamten bei dem Mann auch einen Teleskopschlagstock.

Rund fünf Stunden später sorgte der Mann am Leipziger Hauptbahnhof erneut für Ärger. »Diesmal warf der 51-Jährige insgesamt drei Bierflaschen in Richtung der abgeparkten Taxis«, hieß es von der Polizei, die erneut einschritt. Verletzt wurde dabei niemand, auch an den Fahrzeugen entstand kein Schaden.

Polizei bringt Betrunkenen ins Krankenhaus

Ein anschließender Atemalkoholtest ergab bei dem 51-Jährigen einen Wert von mehr als fünf Promille. Die Beamten hätten den Mann angesichts des extrem hohen Wertes zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Blutalkoholwerte von mehr als vier Promille können bei Menschen zu Atemstillstand und Tod führen.

Gegen den Mann wird nun wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung und des Erschleichens von Leistungen ermittelt. Hinzu kommt noch eine Ordnungswidrigkeit wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Für viele Menschen kann Alkohol schon in geringeren Mengen tödlich sein. Wer mit einer so hohen Promillezahl wie fünf Promille noch handlungsfähig ist, ist vermutlich alkoholkrank.

fek/ptz/AFP