Abgebrannte Bundeswehrwagen in Leipzig Brandstiftung war wohl politisch motiviert

In Leipzig sind in der Silvesternacht mehrere Geländewagen der Bundeswehr in Brand geraten. Nun gibt es erste Erkenntnisse: Die Polizei geht von einem politisch motivierten Brandanschlag aus.
Leipzig: Ausgebrannte Geländewagen der Bundeswehr stehen auf dem Gelände eines Autohauses

Leipzig: Ausgebrannte Geländewagen der Bundeswehr stehen auf dem Gelände eines Autohauses

Foto: Sebastian Willnow / dpa

Auf mehrere Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig ist in der Silvesternacht wohl ein gezielter Brandanschlag verübt worden. Dem Landeskriminalamt liegt inzwischen ein Bekennerschreiben vor, das Hinweise auf eine mögliche politische Motivation gibt. Es ist auf der Internet-Plattform »de.Indymedia« veröffentlicht, die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Juli als Verdachtsfall im Bereich Linksextremismus eingestuft hatte.  

Unbekannte hatten auf dem Gelände eines Autohauses elf Geländewagen und einen Anhänger der Bundeswehr angezündet, die in der dortigen Werkstatt instand gesetzt werden sollten. Sieben Fahrzeuge wurden zerstört. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.

Die »Task Force Gewalt« des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus Abwehrzentrums hatte noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen. Abgesehen von den Autobränden blieb es in der Stadt laut einem Polizeisprecher in der Nacht zum neuen Jahr weitgehend ruhig.

Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften im Stadtgebiet und vor allem im als linksalternativ geltenden Viertel Connewitz unterwegs. Dort hatte es am vorigen Jahreswechsel Ausschreitungen gegeben.

Diesmal waren am Connewitzer Kreuz nur wenige Menschen unterwegs. Die Stadt Leipzig hatte für die Silvesternacht Versammlungen verboten und in drei Zonen – darunter am Connewitzer Kreuz – ein Böllerverbot erlassen.

sbo/asc/dpa
Mehr lesen über