Leipzig Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zu schwerem Busunglück ein

Ein Flixbus-Fahrer hatte offenbar ein medizinisches Problem, als es zu einem Unfall kam. Dieses habe er weder vorhersehen noch vermeiden können, befinden nun die Ermittler.
Tödlicher Unfall: Einsatzkräfte am Unglücksort bei Leipzig (Archivbild)

Tödlicher Unfall: Einsatzkräfte am Unglücksort bei Leipzig (Archivbild)

Foto: Jan Woitas / dpa

Ein Jahr nach einem tödlichen Flixbus-Unfall auf der Autobahn 9 bei Leipzig hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Busfahrer eingestellt. Laut einem Gutachten habe ein medizinisches Problem bei dem 60 Jahre alten Fahrer vorgelegen, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig mit. Das habe dazu geführt, dass der Mann den Bus nicht mehr beherrschen konnte.

"Konkrete Tatsachen dafür, dass dies für den Busfahrer selbst zum Unfallzeitpunkt vorhersehbar und vermeidbar gewesen wäre, konnte die Staatsanwaltschaft nicht feststellen", heißt es in der Mitteilung. Dem Fahrer sei keine Verletzung der Sorgfaltspflicht nachzuweisen. Daher seien die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingestellt worden. Um welches medizinische Problem es sich handelte, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.

Der Bus, in dem 75 Menschen saßen, war am frühen Abend des 19. Mai 2019 von der A9 abgekommen und an einer Böschung auf die Seite gekippt. Eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe. Eine 63 Jahre alte Frau kam ums Leben.

bbr/dpa
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