Mutmaßlich linksextremer Angriff Mitarbeiterin einer Immobilienfirma in Leipzig niedergeschlagen

In Leipzig haben Vermummte eine Angestellte einer Immobilienfirma in ihrer Wohnung attackiert. Es ist nicht der erste Angriff auf die Baubranche in der Stadt.

"Schöne Grüße aus Connewitz"
Carsten Rehder/ DPA

"Schöne Grüße aus Connewitz"


Die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma ist in ihrer Wohnung in Leipzig von zwei Vermummten angegriffen und verletzt worden. Mutmaßlich Linksextremisten hätten der 34-Jährigen bei der Tat am Sonntagabend Faustschläge versetzt, teilte das Landeskriminalamt mit. Die Angreifer flüchteten.

Die Immobilienfirma baut derzeit im alternativen Stadtteil Connewitz ein Haus mit teuren Eigentumswohnungen. Auf einer linksextremen Internetseite erschien ein Text, der den Übergriff als Widerstand gegen das Bauprojekt darstellt.

In Leipzig waren in den vergangenen Wochen mehrfach Brandanschläge auf Baustellen verübt worden. Unter anderem wurden am Tag der Deutschen Einheit mehrere Kräne einer Baustelle angezündet.

Oberbürgermeister sieht Grenze überschritten

Im jetzt veröffentlichten Bekennertext zum Angriff auf die Frau heißt es, den Bauherren müsse klar sein, "dass sie sich an einem Angriff auf einen Raum der radikalen Linken beteiligen und dass dieser Angriff beantwortet werden wird".

Die Polizei vermutet wegen des Artikels einen linksextremistischen Hintergrund. Wie der Sender MDR unter Berufung auf die Polizei berichtete, sollen die Täter die Wohnung mit den Worten verlassen haben: "Schöne Grüße aus Connewitz."

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung verurteilte die Tat. Eine Grenze sei überschritten. "Die von der linksextremen Szene verbreitete Mär, man sei nur gegen Sachen und staatliche Institutionen gewalttätig, nicht aber gegen Personen, ist entlarvt als das, was es immer war: eine Lüge", sagte der SPD-Politiker. Der Rechtsstaat müsse sich auch gegen linke Gewalt durchsetzen.

apr/dpa

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