Tödliche Schüsse im Leipziger Rockermilieu Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Ein Mitglied der Hells Angels in Leipzig soll drei Rocker der verfeindeten Gang United Tribunes angeschossen haben - eines der Opfer starb. Der Tatverdächtige wird nun dem Haftrichter vorgeführt.

Spurensicherung am Tatort
DPA

Spurensicherung am Tatort


Nach Schüssen im Leipziger Rockermilieu mit einem Toten und drei Verletzten hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Ein 30-Jähriger der Rockergruppe Hells Angels stehe im Verdacht, auf Mitglieder der verfeindeten United Tribunes geschossen zu haben, teilte die Leipziger Polizei mit.

Der Mann war eine von 15 Personen, die nach der Tat festgenommen worden waren. Er sollte noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ursprünglich war die Polizei davon ausgegangen, dass sich die Mitglieder der Gruppen am Samstag im Leipziger Osten wechselseitig beschossen haben. Nach neuesten Erkenntnissen kamen die Schüsse jedoch nur aus den Reihen der Hells Angels. Ob der 30-Jährige der einzige Schütze gewesen sei, werde noch ermittelt, hieß es.

Die Schüsse waren am frühen Samstagnachmittag im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld gefallen. Mitglieder der Hells Angels sollen offenbar versucht haben, in ein Spielcasino zu gelangen, das in der Hand der verfeindeten Rockergruppierung United Tribunes ist. Laut Polizei sind alle Opfer Mitglieder der United Tribunes.

ulz/dpa



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