Lengerich Nach Geiselnahme von mehr als 40 Kindern - mutmaßlicher Täter gefasst

In Lengerich in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei einen Mann festgenommen, der am Montagnachmittag Kinder und Jugendliche kurzzeitig in einer Turnhalle in seine Gewalt gebracht hatte. Niemand wurde verletzt.

Die Polizei am Einsatzort in Lengerich
DPA

Die Polizei am Einsatzort in Lengerich


In einer Sporthalle im münsterländischen Lengerich hat es eine größere Geiselnahme mit Kindern und Jugendlichen gegeben. Ein Einzeltäter habe die Gruppe in einer Turnhalle bedroht, sagte ein Sprecher der Polizei Münster am Montagabend. Die Situation habe etwa eine Stunde angedauert - von 17.15 bis etwa 18.20 Uhr. Der mutmaßliche Täter sei dann von Spezialkräften festgenommen worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Der Geiselnehmer habe 43 Kinder und Jugendliche und zwei Betreuerinnen in seiner Gewalt gehalten, bestätigte der Sprecher der Polizei Münster dem SPIEGEL. Laut der Nachrichtenagentur AFP sollen die Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren alt sein. Der Täter sei in die Übungshalle gekommen und habe den Teilnehmern einer Einrad-Gruppe und ihren beiden Betreuerinnen mit dem Zünden einer Bombe gedroht, so die Polizei.

Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich angeblich um einen 25-jährigen Mann aus dem Kreis Steinfurt, zu dem Lengerich gehört. "Die Vernehmungen und die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an", twitterte die Polizei am Abend. Warum er Kinder als Geiseln nahm und warum er die Sporthalle auswählte, ist nicht bekannt.

Die Polizei meldete wenige Stunden nach dem Ende der Geiselnahme, dass alle Kinder und Jugendlichen inzwischen in der Obhut ihrer Eltern seien. Auch die beiden Frauen, die die Gruppe betreuten, seien "augenscheinlich unverletzt". Bei Bedarf würden die Betroffenen weiter von Experten betreut.

sth/dpa



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