Proteste der »Letzten Generation« Klimaaktivisten kleben sich auf Straßen in Berlin und München fest
»Letzte Generation«-Protest in Berlin: »Störung für die Menschen tun uns leid«
Foto: Paul Zinken / dpaIn München haben sich am Morgen erneut Klimaaktivisten der »Letzten Generation« auf einer Straße festgeklebt. Drei Menschen seien am Morgen am Karlsplatz (Stachus) von der Straße gelöst worden, teilte eine Polizeisprecherin mit.
Zur Feststellung ihrer Personalien wurden sie den Angaben zufolge auf eine Polizeiwache gebracht. Die Aktion habe rund eine Stunde gedauert, hieß es. Da der Verkehr umgeleitet worden sei, habe es keine größeren Beeinträchtigungen gegeben.
Laut einer Mitteilung der Gruppe gehörte zu den Demonstrierenden auch eine Frau, die wegen anderer Aktionen bereits mehrfach in Präventivgewahrsam war. München hatte weitere Klebeproteste mit einer Regelung von Anfang Dezember eigentlich unterbinden wollen. So ist einer Allgemeinverfügung zufolge schon der Aufruf zu unangekündigten Klebeprotesten in der bayerischen Landeshauptstadt bis Anfang Januar strafbar.
Zudem hatte das Polizeipräsidium München angekündigt, möglicherweise entstehende Kosten für Einsätze geltend zu machen, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtete . Je nach Aufwand könnten Aktivisten laut Polizei demnach zwischen 250 Euro bis 1500 Euro in Rechnung gestellt werden – für das Entfernen der festgeklebten Personen.
Klimademonstranten blockieren erneut Autobahnzufahrt in Berlin
In Berlin behinderten Aktivistinnen und Aktivisten der »Letzten Generation« mit einer Blockade an einer Autobahnzufahrt den Berufsverkehr. Laut Polizei waren an der Aktion an der Zufahrt Beusselstraße zur A100 gegen acht Uhr acht Menschen beteiligt. Fünf von ihnen hätten sich an der Straße festgeklebt, sagte eine Polizeisprecherin. Diese seien von Polizisten vom Asphalt gelöst worden. Gegen 8.50 Uhr wurde der Verkehr demnach wieder freigegeben.
In #Berlin sind Blockaden nahe der Beusselstr.. Auf der #A100-Zufahrt kleben wir uns auf den kalten Asphalt und sorgen für Verkehrsstop.
— Letzte Generation (@AufstandLastGen) December 20, 2022
Wir machen das nicht leichtfertig. Störung für die Menschen tun uns leid. Wir wissen keine anderen effektiven Mittel, um uns alle zu retten. pic.twitter.com/AT5cURkpAq
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Die Gruppe teilte bei Twitter zu der Blockade mit: »Wir machen das nicht leichtfertig. Störung für die Menschen tun uns leid. Wir wissen keine anderen effektiven Mittel, um uns alle zu retten.« Die »Letzte Generation« richtet sich mit ihrem Protest gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Sie fordert ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und ein 9-Euro-Bahnticket für ganz Deutschland.