Vergiftetes Kita-Essen in Leverkusen Ermittler verdächtigen Küchenhilfskraft

Sie soll Reinigungsmittel in die Mahlzeiten der Kinder gemischt haben: Ermittler wollen im Fall des vergifteten Kita-Essens eine Küchenhilfe befragen. Die Frau soll das seltsam riechende Essen gemeldet haben.

Im Fall der Leverkusener Kita ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen.
Roland Weihrauch/DPA

Im Fall der Leverkusener Kita ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen.


Im Fall um vergiftetes Essen in einer Leverkusener Kita verdächtigen die Ermittler eine Angestellte. "Es gibt einen vagen Anfangsverdacht gegen eine Kita-Mitarbeiterin", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Die Frau solle befragt werden. Sie lasse sich anwaltlich vertreten, sagte Bremer. Sie wird verdächtigt, Reinigungsmittel unter die Mahlzeiten gemischt zu haben.

Laut Polizei handelt es sich bei der Verdächtigen um eine Küchenhilfskraft, die noch in der Küche selbst das nach Reinigungsmitteln riechende Essen gemeldet habe. Vermutlich wollte sie die Kinder also nicht vergiften, sondern eher Aufmerksamkeit erregen. Sie ist nicht mehr in der Kita tätig.

Der Träger der Kindertagesstätte hatte Anzeige gegen unbekannt erstattet. In zwei Fällen sollen eine Paprika-Rahmsoße und eine Gemüsesuppe mit Reinigungsmitteln aus der Kita versetzt worden sein. In beiden Fällen sei derselben Küchenhilfskraft das seltsam riechende Essen aufgefallen. Kinder hätten nicht davon gegessen.

Auch der träger geht von einer "mutwilligen Verunreinigung" aus. Ein Polizeisprecher sagte, dass weiter in alle Richtungen ermittelt werde.

sen/dpa



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