Libanon Polizei befreit 75 Mädchen aus den Händen von Menschenhändlern

Libanesische Sicherheitskräfte haben Dutzende Mädchen aus den Händen von Menschenhändlern befreit. Es handelt sich wohl um geflüchtete Syrerinnen.


Libanesische Sicherheitskräfte haben einen Menschenhändler-Ring im Norden Beiruts gesprengt. Man habe 75 Mädchen befreien können, die misshandelt und zur Prostitution gezwungen worden seien, teilten die Behörden mit. Es soll sich bei den Opfern größtenteils um Syrerinnen handeln.

Den Angaben zufolge nahmen die Ermittler in dem Zusammenhang zehn Männer und acht Frauen fest. Es soll sich um eine der mächtigsten und gefährlichsten Menschenhändlergruppe des Landes handeln. Zwei Verdächtige befänden sich noch auf der Flucht.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat viele Bürger ins Nachbarland Libanon getrieben. Vielen von ihnen geht es dort sehr schlecht, sie leben in Armut. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, das einige der Mädchen aus den Flüchtlingsunterkünften weggelockt wurden - oder von anderen Flüchtlingen an Menschenhändler verkauft wurden.

gam/Reuters



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