Lidl-Supermärkte Erpresser droht mit vergiftetem Mundwasser

Der Discounter Lidl wird offenbar erpresst. Laut der Hamburger Polizei droht ein Unbekannter damit, Odol-Mundwasser in Supermärkten zu vergiften. Betroffen seien drei Hamburger Filialen.


Hamburg/Heilbronn - Der Polizeisprecher bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts". Einen weitergehenden Bericht der "Hamburger Morgenpost" ("Mopo"), wonach Mundwasser-Flaschen mit einer leichten Salzsäure-Konzentration belastet seien und Verkaufsregale inzwischen geräumt wurden, bestätigte der Sprecher dagegen nicht. Es bestehe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Laut der "Mopo" ist ein Erpresserschreiben bei Lidl eingegangen. Darin heiße es sinngemäß: "Eine Million Euro - oder eure Kunden werden sich wundern, wenn sie sich den Mund spülen".

Betroffen sind die Filialen an der Hamburger Straße, dem Winterhuder Weg und der Brauhausstraße. Der Konzern hatte - ohne Angaben über den offenbar erpresserischen Hintergrund - zuvor in Hamburg davor gewarnt, Odol-Mundwasser in der Flaschengröße 150 und 125 Milliliter zu benutzen. Produkte, die zwischen vergangenem Samstag und Dienstag in den genannten drei Filialen gekauften wurden, könnten "verunreinigt" sein und sollten zurück gebracht werden.

Erst Ende November vergangenen Jahres war ein Bauingenieur vom Landgericht Heilbronn zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, weil er Lidl mit E-Mails und Drohbriefen zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro zwingen wollte.



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