Tödlicher Angriff in Limburg Angeklagter gesteht Prügelattacke auf Afrikaner

Zwei Männer sollen in einem Limburger Obdachlosenheim einen 55-Jährigen aus Ruanda zu Tode geprügelt haben. Vor Gericht gestand einer der Angeklagten den Angriff. Zuvor hätten er und sein Kollege sich mit Hitlergruß fotografiert.


In einem Mordfall mit mutmaßlich ausländerfeindlichem Hintergrund in Limburg hat einer der beiden Angeklagten die Prügelattacke auf das Opfer gestanden. "Ich habe vielleicht fünfmal geschlagen und getreten", sagte er zum Prozessauftakt vor dem Limburger Landgericht. Der zweite Angeklagte schwieg.

Die beiden sollen einen 55-Jährigen aus dem ostafrikanischen Ruanda in einer Obdachlosenbehausung in der Limburger Altstadt zu Tode geprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.

Vor der Prügelattacke sei es zum Streit gekommen, weil der Mann aus Ruanda den Hund eines Mitbewohners geschlagen haben soll, sagte der 22-jährige Angeklagte. Danach habe man dem Mann eine Abreibung verpassen wollen. Von fremdenfeindlichen Beleidigungen habe er nichts mitbekommen. Vor der Tat hätten sich die Männer aber gegenseitig in Hitlergruß-Pose fotografiert. Die Angeklagten sollen bei der Tat stark betrunken gewesen sein.

hut/dpa



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