Tödlicher Unfall Staatsanwaltschaft will Geisterfahrer wegen Mordes anklagen

Auf der Flucht vor der Polizei tötete ein Falschfahrer in Hessen eine junge Frau. Nun soll der 44-Jährige wegen Mordes angeklagt werden - aufgrund einer Zeugenaussage.
Bundesstraße 49 bei Limburg (Archiv): Tödlicher Geisterfahrer-Unfall

Bundesstraße 49 bei Limburg (Archiv): Tödlicher Geisterfahrer-Unfall

Foto: Klaus-Dieter H‰ring/ dpa

Limburg - Weil er vor rund zwei Wochen in Hessen einen tödlichen Unfall verursacht hat, droht einem Geisterfahrer nun eine Mordanklage. Eine 21-jährige Frau war bei dem Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 49 nahe Limburg ums Leben gekommen.

"Er soll vorher einer Zeugin gesagt haben, dass er sich nicht mehr von der Polizei stellen lasse, egal, 'ob ich dabei ums Leben komme'", sagte der Limburger Staatsanwalt Michael Sagebiel. Diese Äußerung des 44-Jährigen lasse auf einen Tötungsvorsatz schließen.

Der Mann sei polizeibekannt und an dem Unfalltag ohne Führerschein unterwegs gewesen - nicht zum ersten Mal. Der Polizei waren seine als gestohlen gemeldeten Kennzeichen aufgefallen. Als sie ihn auf einer Bundesstraße stoppen wollte, wendete er und flüchtete auf der falschen Fahrspur. Wenig später kam es zu dem schweren Unfall. Der 44-Jährige selbst überlebte verletzt.

wit/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.