Promi-Betrugsskandal an US-Unis Lori Loughlin plädiert auf nicht schuldig

US-Fernsehstar Lori Loughlin und ihrem Mann wird vorgeworfen, Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um ihre Kinder an einer prestigeträchtigen Universität unterzubringen. Nun bestreitet die Schauspielerin überraschend ihre Schuld.

US-Schauspielerin Lori Loughlin und ihr Ehemann Mossimo Giannulli (l.)
Brian Snyder/REUTERS

US-Schauspielerin Lori Loughlin und ihr Ehemann Mossimo Giannulli (l.)


Im Bestechungsskandalan US-Hochschulen haben Schauspielerin Lori Loughlin und ihr Mann auf nicht schuldig plädiert. Das Ehepaar hat vor dem Bundesgericht in Boston die entsprechenden Papiere dafür eingereicht.

Loughlin und ihr Ehemann teilten zudem mit, dass sie für die Verlesung der Anklageschrift nicht vor Gericht erscheinen wollen. Dafür bedarf es der Zustimmung des Richters.

Der 54-Jährigen und ihrem Ehemann sowie 14 weiteren Eltern werde vorgeworfen, Bestechungsgelder und andere Zahlungen an eine als gemeinnützig eingestufte Organisation des Drahtziehers Rick Singer geleistet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Boston im Bundesstaat Massachusetts vergangene Woche mit.

Zudem sollen sie zu Betrugszwecken Geld von außerhalb der USA in das Land überwiesen haben. Den Eltern drohen Freiheitsstrafen und empfindliche Geldbußen. Lori Loughlin ist aus der Sitcom "Full House" bekannt, ihr Mann ist der Modedesigner Mossimo Giannulli.

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Bestechungsskandal in den USA: Prominente Angeklagte

Um ihre Kinder in Yale, Stanford oder Georgetown zu platzieren, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den USA bestochen haben. In einigen Fällen machten bezahlte Vertreter die Uni-Aufnahmeprüfungen für die Sprösslinge, in anderen wurden die Ergebnisse der Promi-Kinder geschönt. Manchmal wurden Sporttrainer und andere Mitarbeiter bestochen, um die Studenten als Athleten an den Unis unterzubringen.

Loughlin und Giannulli sollen eine halbe Million Dollar gezahlt haben, um ihren beiden Töchtern Studienplätze als Ruderinnen an der University of Southern California zu sichern, obwohl die jungen Frauen keine Sportlerinnen sind.

Loughlins Schritt kommt überraschend

Dass das Paar in allen gegen es erhobenen Vorwürfen auf nicht schuldig plädiert, kommt überraschend. Denn auch gegen Loughlins Kollegin, US-Schauspielerin Felicity Huffman ("Desperate Housewives"), werden Vorwürfe erhoben. Sie soll laut Anklage 15.000 Dollar (umgerechnet 13.300 Euro) Schmiergeld als Spende getarnt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich geschönt wurden. Im Gegensatz zu Loughlin bekannte sich Huffman vergangene Woche jedoch schuldig.

Huffman, die aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter hat, musste Anfang April in Boston vor Gericht erscheinen. Ihr drohen mehrere Jahre Haft und eine Geldstrafe.

sen/AP/Reuters/dpa

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