Loriots Erbinnen unterliegen vor Gericht "Früher war mehr Lametta" ist nicht schützenswert

Eine Firma bot T-Shirts mit einem bekannten Satz aus einem Sketch Loriots an. Erbinnen des Humoristen wehrten sich - nun hat das Gericht entschieden.
Szene aus "Weihnachten bei Hoppenstedts" (Archiv)

Szene aus "Weihnachten bei Hoppenstedts" (Archiv)

Foto: NDR/ Radio Bremen

Der Spruch "Früher war mehr Lametta" kann nach Ansicht des Münchner Oberlandesgerichts nicht urheberrechtlich geschützt werden. Dem Satz fehle die dafür nötige "hinreichende Schöpfungshöhe", hieß es in einer Pressemitteilung.

Eine Firma vertrieb T-Shirts mit entsprechendem Aufdruck, dagegen gingen die Alleinerbinnen Loriots vor. Schon das Landgericht hatte eine einstweilige Verfügung gegen den Hersteller zurückgewiesen. Die nächste Instanz hat diesen Beschluss nun bestätigt.

Seine Besonderheit und Originalität erfahre der Satz durch die "Einbettung in den Loriot-Sketch 'Weihnachten bei den Hoppenstedts' und die Situationskomik". Blende man dies aus, handle es sich um einen "eher alltäglichen und belanglosen Satz". Die Entscheidung ist rechtskräftig.

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Der Sketch "Weihnachten bei Hoppenstedts" wurde 1978 erstmals in der ARD ausgestrahlt. Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, sagt das Bonmot darin in seiner Rolle als "Opa Hoppenstedt".

Wer die Klägerinnen sind, teilte das Gericht nicht mit. Bülow hat zwei Töchter und mehrere Enkelkinder.

jpz/dpa