Kriminalfall in Los Angeles Schuss auf Hundesitter von Lady Gaga – 21 Jahre Haft für Täter

Ryan Fischer führte in Hollywood drei Französische Bulldoggen spazieren – da wurde er von mehreren Männern überfallen und durch einen Schuss schwer verletzt. Nun muss einer der Räuber lange in Haft.
Lady Gaga (bei den Grammy-Awards im April): Sie hatte nach dem Verschwinden ihrer Hunde eine Belohnung von einer halben Million Dollar ausgesetzt

Lady Gaga (bei den Grammy-Awards im April): Sie hatte nach dem Verschwinden ihrer Hunde eine Belohnung von einer halben Million Dollar ausgesetzt

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ANGELA WEISS / AFP

Nach einem bewaffneten Raubüberfall, bei dem der Hundesitter von US-Popstar Lady Gaga angeschossen wurde, muss einer der Täter für lange Zeit ins Gefängnis. Der 20-Jährige wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt, wie US-Medien am Montag berichteten. Der Mann habe eine »kaltherzige, gewaltsame Tat« begangen, zitierte die »Los Angeles Times«  aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles.

Nach Behördenangaben bekannte sich der Täter wegen versuchten Mordes schuldig.

Der nächtliche Straßenraub hatte Ende Februar 2021 für Schlagzeilen gesorgt. Der »Dogwalker« Ryan Fischer führte damals drei Französische Bulldoggen der Sängerin auf der Sierra Bonita Avenue in Hollywood spazieren, als Männer aus einem Auto sprangen und mit Waffengewalt die Herausgabe der Tiere verlangten. Der Hundesitter wehrte sich – und wurde durch einen Schuss in die Brust schwer verletzt. Die Diebe entkamen mit zwei Hunden.

Der Überfall ereignete sich während eines Italienbesuchs von Lady Gaga, die sich dort zu Dreharbeiten aufhielt. Die beiden Hunde wurden zwei Tage später auf einer Polizeiwache abgegeben.

Vor Gericht konfrontierte Fischer am Montag den Schützen. »Sie haben auf mich geschossen und mich zum Sterben zurückgelassen, und unser beider Leben hat sich für immer verändert«, sagte er nach Angaben des »Rolling Stone« . Fischer beschrieb demnach auch die anstrengenden Monate seiner Rehabilitation – vergab dem Täter aber. »Ich verzeihe Ihnen.« Er könne mit der Tatnacht nicht vollständig abschließen, bis er diese Worte ausgesprochen habe.

Außerdem bedankte sich Fischer den Angaben zufolge dafür, dass der Täter die Hunde nicht verletzt habe. »Sie wurden zu ihrer Mutter zurückgebracht. Ich glaube nicht, dass ich mit mir hätte leben können, wenn sie gestorben wären.«

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hätten die Täter nicht gewusst, dass die drei Tiere – Asia, Gustav und Koji – eine prominente Besitzerin hatten. Sie hätten nur gewusst, dass es sich um eine seltene und wertvolle Hunderasse handle. Französische Bulldoggen werden für Tausende Dollar verkauft.

Der Vorfall führte zu mehreren Festnahmen, einige Verfahren stehen noch aus. Im August wurden zwei Männer wegen Teilnahme an dem Raubüberfall zu jeweils vier und sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

aar/dpa
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