Baden-Württemberg Karussell-Betreiber wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt

Eine Gondel eines Fahrgeschäfts löste sich bei voller Fahrt, vier Kinder wurden verletzt: Nun ist der Betreiber des Karussells verurteilt worden. Von einem anderen Vorwurf wurde er freigesprochen.

Das Fahrgeschäft, an dem sich das Unglück ereignete
DPA

Das Fahrgeschäft, an dem sich das Unglück ereignete


Nach einem Unfall mit vier verletzten Kindern im baden-württembergischen Remseck ist der Betreiber des Fahrgeschäfts wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden. Die Richterin des Amtsgerichts Ludwigsburg sah es als erwiesen an, dass der 48-Jährige das Karussell nicht sorgfältig genug kontrolliert habe.

Gleichzeitig sah sie die Schuld des Betreibers bei dem Vorfall nur als gering an und verwarnte ihn. Der Angeklagte hatte sich zuvor bereit erklärt, jeweils 500 Euro Schmerzensgeld an die drei Jungen und ein Mädchen zu zahlen und bei den Kindern um Entschuldigung gebeten.

Bei dem Stadtfest im Sommer 2018 hatte sich während einer Karussellfahrt eine Gondel gelöst, weil an der Befestigung Teile fehlten. Die betroffenen Kinder, damals im Alter von zehn und elf Jahren, saßen im Karussell oder wurden von herunterfallenden Teilen getroffen.

Vom Vorwurf, TÜV-Dokumente für das Karussell gefälscht zu haben, wurde der Mann freigesprochen. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig.

fek/dpa



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