Lübeck Stundenlange Geiselnahme in Justizvollzugsanstalt beendet

Mehrere Stunden hielt ein Häftling in der Justizvollzugsanstalt Lübeck eine Psychologin als Geisel. Nun haben Spezialkräfte den Mann überwältigt. Die Frau blieb unverletzt.

Lübecker Gefängnis (Archiv)
Markus Scholz/ DPA

Lübecker Gefängnis (Archiv)


Nach rund fünf Stunden hat die Polizei eine Geiselnahme in der JVA Lübeck beendet. Wie die Polizei mitteilte, sei der Täter durch Spezialkräfte überwältigt und leicht verletzt worden. Die Geisel, nach Angaben der "Lübecker Nachrichten" eine Psychologin, sei ebenso wie die beteiligten Polizisten unverletzt geblieben.

Der Häftling hatte die Frau gegen 15 Uhr in seine Gewalt gebracht. Der anschließende Polizeieinsatz führte laut den "Lübecker Nachrichten" zu einer großflächigen Sperrung angrenzender Straßen. Die Polizei hatte bei dem Großeinsatz demnach Einsatzkräfte aus ganz Schleswig-Holstein angefordert.

Auch die schleswig-holsteinische Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack äußerte sich zu dem Vorfall. "Ich bin sehr erleichtert, dass unsere Mitarbeiterin unverletzt befreit werden konnte. Wir werden ihr alle Hilfestellungen geben, das Erlebte zu verarbeiten", sagte Sütterlin-Waack.

Es ist nicht die erste Geiselnahme in dem Lübecker Gefängnis. 2014 hatten vier Männer einen Justizvollzugsbeamten in ihre Gewalt gebracht, um ihre Flucht aus dem Gefängnis zu erzwingen. Der Versuch scheiterte; die Männer wurden vor gut zwei Jahren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

1997 war ebenfalls in Lübeck einer Sozialpädagogin nach einem Gespräch von einem Mann plötzlich ein selbstgebasteltes Messer an den Hals gehalten worden. Der Häftling hielt sie rund fünf Stunden in seiner Gewalt.

fek/AFP



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