Ermittlungen im Sauerland Tödlicher Schuss auf Kirmes – Verdächtiger in U-Haft

Ein 16-Jähriger und eine Gruppe gerieten auf der Lüdenscheider Kirmes aneinander. Infolge des Streits wurde ein Unbeteiligter erschossen. Der mutmaßliche Täter wurde nun verhaftet.
Polizeieinsatz auf der Kirmes in Lüdenscheid (22.05.2022): Verdächtiger verhaftet

Polizeieinsatz auf der Kirmes in Lüdenscheid (22.05.2022): Verdächtiger verhaftet

Foto: Markus Klümper / dpa

Im Fall des tödlichen Schusses auf der Kirmes in Lüdenscheid ist ein Jugendlicher wegen des dringenden Verdachts des vorsätzlichen Totschlags in Untersuchungshaft gekommen.

Der Tatverdächtige habe seinen Wohnsitz in Lüdenscheid, teilt die Staatsanwaltschaft Hagen  mit. Zum Alter des Verdächtigen machte die Behörde keine Angaben.

Der Jugendliche war am Montagabend mithilfe von Spezialkräften in Lüdenscheid festgenommenen worden. Bei der Festnahme war auch die Wohnung durchsucht worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Unbeteiligter erschossen

Auf der Kirmes im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid war es am Samstagabend offenbar zu einer »körperlichen Auseinandersetzung« zwischen einem 16-Jährigen und einer Gruppe gekommen. Als der Jugendliche und sein 52 Jahre alter Vater die Gruppe zur Rede stellen wollten, war diese der Staatsanwaltschaft zufolge in ein Wohngebiet geflüchtet.

Zwei Personen aus der Gruppe gaben während der Flucht den Angaben zufolge Schüsse aus einer Schreckschusswaffe und aus einer scharfen Schusswaffe ab. Dabei sei der offenbar unbeteiligte 40-Jährige aus Gummersbach tödlich getroffen worden. Die Gruppenmitglieder sollen zwischen 16 und 20 Jahre alt sein.

Die Kirmes wird trotz des Todesfalls fortgesetzt. Sie soll noch bis zum 29. Mai dauern. Laut Veranstalter wurde das Sicherheitspersonal nach dem Vorfall verstärkt.

ptz/dpa
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