NRW-Landtag Ausschuss soll Missbrauchsfall von Lügde untersuchen

Seit Längerem fordern Oppositionspolitiker in Nordrhein-Westfalen wegen des Missbrauchsfalls von Lügde einen Untersuchungsausschuss. Nun ist die dafür notwendige Stimmenanzahl im Landtag wohl erreicht.

Ermittler am Tatort in Lügde: ein Thema für die große Politik
Guido Kirchner/DPA

Ermittler am Tatort in Lügde: ein Thema für die große Politik


Der vielfache Kindesmissbrauch von Lügde soll in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgearbeitet werden. Die SPD als stärkste Oppositionsfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag will einen entsprechenden Antrag stellen, sobald alle Anklagen gegen die drei Hauptbeschuldigten zugelassen sind. Das beschloss die SPD-Fraktion in Düsseldorf, wie Fraktionschef Thomas Kutschaty mitteilte.

Auch Grüne und AfD hatten sich bereits für einen Untersuchungsausschuss ausgesprochen. Ohne die SPD-Fraktion würden sie aber nicht die notwendige Stimmenanzahl von mindestens 40 Abgeordneten erreichen.

Auf einem Campingplatz im lippischen Lügde soll ein 56 Jahre alter arbeitsloser Dauercamper mit einem 34-jährigen Komplizen über Jahre hinweg Dutzende Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der Hauptbeschuldigte Andreas V. gegenüber seinen Opfern brutaler und manipulativer vorging als bislang angenommen (mehr darüber erfahren Sie hier). Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Detmold hervor.

mxw/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.