Attacke auf Polizisten in Meckelfeld 35-Jähriger in Berufungsverfahren freigesprochen

Aus Mangel an Beweisen ist in Lüneburg ein Mann im Fall eines zusammengeschlagenen Polizisten freigesprochen worden. Das Opfer leidet noch immer unter den Folgen des Angriffs.

Angeklagter G., Verteidiger Rauwald (Archiv)
DPA

Angeklagter G., Verteidiger Rauwald (Archiv)


Rund vier Jahre nach einem Angriff auf einen Polizisten in Meckelfeld hat das Landgericht Lüneburg den Angeklagten freigesprochen. Es konnte dem 35-Jährigen die Tat in dem Berufungsverfahren nicht zweifelsfrei nachweisen, wie unter anderem der NDR berichtete.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten in dem Fall auf Freispruch plädiert. Der Anwalt des Geschädigten hatte als Nebenkläger hingegen dreieinhalb Jahre Haft gefordert. Der Polizist war im August 2015 auf einem Dorffest in Meckelfeld niedergeschlagen und schwer am Kopf verletzt worden. Er trug bleibende Schäden davon. Lesen Sie hier mehr zu dem Fall.

Im März 2017 hatte das Amtsgericht Winsen den nun Freigesprochenen zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach einer Berufung des Angeklagten verhängte das Landgericht gegen ihn im Dezember 2017 in zweiter Instanz dreieinhalb Jahren Haft. Auch gegen dieses Urteil ging er vor. Das Oberlandesgericht Celle gab der Revision des Angeklagten im September 2018 statt und verwies das Verfahren zurück an das Landgericht Lüneburg. Nun erwägt das Opfer laut NDR, das Urteil anzufechten.

bbr

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