Betrug und Menschenhandel Großrazzia im Norden - Polizei durchsucht Häuser in mehreren Städten

Etwa 200 Beamte sind im Einsatz, mehr als ein Dutzend Gebäude werden durchsucht: In drei Bundesländern läuft eine koordinierte Polizeiaktion gegen eine weitverzweigte Bande - unter anderem wegen Menschenhandels.

Einsatzkräfte im niedersächsischen Wriedel
Philipp Schulze/DPA

Einsatzkräfte im niedersächsischen Wriedel


Wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs durchsuchen mehr als zweihundert Ermittler seit dem Morgen 13 Gebäude in Norddeutschland. Die Maßnahmen richten sich gegen Mitglieder einer aus Polen stammenden Großfamilie, ihnen wird unter anderem Betrug und Menschenhandel vorgeworfen.

Unter anderem gebe es Durchsuchungen in Wriedel und Waddeweitz in Niedersachsen sowie in Hamburg, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Auch in Schleswig-Holstein seien Beamte im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft in Lüneburg hatte die Razzia beantragt.

In dem Fall geht es nach Angaben der Ermittler um den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zu Lasten von Versicherungen und Sozialkassen sowie Menschenhandel und Urkundenfälschung. Details zu den Vorwürfen wurden zunächst nicht genannt.

Die Ermittlungen laufen demzufolge bereits seit mehreren Monaten. Bei den Razzien sollten Beweismittel gesichert, Haftbefehle vollstreckt und Vermögen beschlagnahmt werden, hieß es. Im Einsatz sind abgesehen von Fachermittlern, Bereitschaftspolizisten und Beamten des LKA Hamburg auch Polizeihunde, Vermögensermittler und Dokumentenprüfer.

mxw/dpa/AFP

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