Mädchen im Gully Kassandra wurde möglicherweise mit Peiniger gesehen

Bei der Suche nach dem unbekannten Täter, der eine Neunjährige misshandelte und in einen Gullyschacht warf, hat die Polizei Essen nun einen konkreten Ansatz. Ein Zeuge will das Kind in Begleitung eines Mannes mit Baseballkappe gesehen haben.


Velbert - Die neunjährige Kassandra war vor gut zwei Wochen lebensgefährlich verletzt von einem Spürhund in dem Schacht entdeckt und gerettet worden.

Der Zeuge habe ein Mädchen, auf das die Beschreibung Kassandras passt, kurz nach ihrem Verschwinden aus einem Spieltreff einen knappen Kilometer entfernt gesehen, berichtete die Polizei in Mettmann am Mittwoch.

Das Kind sei in Begleitung eines 30 bis 40 Jahre alten Mannes mit sportlicher Statur gewesen. Der Mann habe eine Baseballkappe, eine blaue Jeans und ein rotes T-Shirt getragen.

Für ein Phantombild reiche die Beschreibung des Zeugen aber nicht aus. Die Polizei sucht nun mit Handzetteln nach möglichen weiteren Zeugen. Der Ort, an dem der Mann und das Mädchen beobachtet wurden, liege nicht auf dem Heimweg Kassandras. Bislang konnte die Neunjährige noch nicht vernommen werden. Sie sei auf dem Weg der Besserung, aber nach Angaben der Ärzte weiterhin nicht vernehmungsfähig.

Der Täter hatte den Schacht mit dem rund 40 Kilogramm schweren Deckel verschlossen. Kassandra war nach dem Verlassen eines Spieltreffs nur wenige hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt verschleppt worden. Nur mit einer Notoperation konnte das unterkühlte Kind gerettet werden. Spuren eines Sexualverbrechens fanden die Ermittler nicht.

pad/dpa



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