Prozessauftakt in Magdeburg Frau soll Nachbarn getötet und jahrelang seine Rente kassiert haben

Eine 62-Jährige hat vor dem Landgericht Magdeburg zugegeben, ihren Nachbarn umgebracht zu haben - ihren Angaben nach aus Notwehr. Sie gestand auch, über Jahre die Rente des Toten eingeheimst zu haben.

Prozessauftakt im Landgericht Magdeburg: Die 62-Jährige gibt an, ihren Nachbarn aus Notwehr getötet zu haben
Tom Wunderlich/ DPA

Prozessauftakt im Landgericht Magdeburg: Die 62-Jährige gibt an, ihren Nachbarn aus Notwehr getötet zu haben


Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes hat die Angeklagte vor dem Magdeburger Landgericht gestanden, den Senior getötet und jahrelang seine Rente kassiert zu haben. Laut Anklage kam die 62-Jährige von März 2004 bis September 2015 so in den Besitz von 105.000 Euro.

Die Frau gab an, ihren Nachbarn aus Notwehr getötet zu haben. Der Mann, den die Angeklagte seit Jahren versorgt hatte, sei ihr gegenüber sexuell übergriffig geworden. Sie habe ihn daraufhin mit Messer und Beil angegriffen und getötet. Die Tat ereignete sich nach Angaben der 62-Jährigen vor 24 Jahren.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau Totschlag vor. Knackpunkt der juristischen Bewertung ist der genaue Tatzeitpunkt: Die Anklage geht von Herbst 2001 aus, damals war das Opfer 81 Jahre alt. Die Angeklagte beharrt aber auf Herbst 1995 - dann wäre die als Totschlag eingestufte Tat verjährt.

Der Fall aus dem Dorf Rieder im Harz wurde vor drei Jahren publik. Die Frau hatte die Taten bereits vor Prozessbeginn weitgehend gestanden.

cmb/dpa



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