Prügelattacke in Magdeburg Dutzende Angreifer sollen Migranten geschlagen haben

Zwei gegen 30: In Magdeburg wurden Migranten nach Angaben der Polizei aus einer großen Gruppe heraus massiv angegriffen. Die Opfer trugen Brüche und Hämatome davon.


In Magdeburg sind zwei junge Männer mit Migrationshintergrund von einer größeren Menschengruppe angegriffen und durch Schläge verletzt worden. Nach ersten Zeugenaussagen habe die Gruppe aus 25 bis 30 Tätern bestanden, teilte die Polizei mit. Die beiden Opfer hätten Nasenbeinfrakturen und Hämatome im Gesicht davongetragen.

Die Männer im Alter von 18 und 28 Jahren waren demzufolge gemeinsam mit einer Frau auf einer Straße im Westen der Stadt unterwegs. Nach Erkenntnissen der Polizei trafen sie dort auf eine erste Gruppe, die sie beleidigte.

Die Zuwanderer und ihre Begleiterin gingen den Ermittlern zufolge anschließend weiter zu einer Bushaltestelle, wo sie von der größeren Gruppe unvermittelt attackiert wurde. Dies sollen unbeteiligte Zeugen beobachtet haben, die an der Haltestelle warteten.

Erst im Mai war es in Magdeburg zu einem mutmaßlich rassistisch motivierten Übergriff auf Zuwanderer gekommen: Nach Polizeiangaben war ein 29-jährige Syrer mit seiner Familie in einem Park unterwegs, als er von einem 23-Jährigen beschimpft wurde. Der Mann soll den Syrer dann in den Schwitzkasten genommen und seine Hunde auf ihn gehetzt haben.

Der in U-Haft genommene Mann sieht sich als Opfer, die Ermittler sehen das allerdings anders: Der Mann wurde angeklagt, am 13. November beginnt laut Staatsanwaltschaft der Prozess gegen ihn.

mxw/AFP

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