Mai-Randale Krawalle gegen Polizisten in Kreuzberg

Sie warfen mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Polizisten. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde aus der friedlichen Maidemo im Berliner Stadtteil Kreuzberg doch wieder eine Randale-Nacht.

Berlin - Die Polizei nahm bei der Randale mehr als 20 Personen fest. Nach friedlichen Demonstrationen linker Gruppen und einem Fest der Anwohner war es in der Nacht wie in den Vorjahren doch wieder zu Krawallen in Kreuzberg gekommen. Randalierer warfen mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Polizisten. Mehrere Personen, darunter auch Beamte, wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Die Gewalttätigkeiten früherer Jahre seien weiter zurückgegangen.

Mehrere Zehntausend Anwohner und Gäste in Kreuzberg hatten zuvor ein friedliches "Myfest" gefeiert. An knapp 20 Orten standen Konzerte, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie politische Diskussionen auf dem Programm. Bei zwei linken Demonstrationen und einer "Mayday-Parade" mit insgesamt weit mehr als 10.000 Teilnehmern hatte es kaum Zwischenfälle gegeben.

Nach den friedlichen Demonstrationen hatten sich am Abend dann aber etwa 600 Personen in Kreuzberg zu einem spontanen Aufzug zusammengefunden. Dabei kam es zu den Zusammenstößen mit der Polizei. Noch vor Mitternacht konnten die Einsatzkräfte aber die vereinzelten Attacken beenden und mehrere Straftäter festnehmen. Über die genaue Zahl der Festnahmen und Verletzten machte die Polizei noch keine Angaben.

Die Krawalle von Kreuzberg jährten sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Sicherheitskräfte waren trotz der Proteste gegen den bevorstehenden G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm von einem weitgehend friedlichen Verlauf ausgegangen. In der vorangegangenen sogenannten Walpurgisnacht waren bei Ausschreitungen im Stadtteil Friedrichshain 119 Personen festgenommen sowie 15 Polizeibeamte leicht verletzt worden.

als/ddp

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