Als Tee getarnt Malaysias Küstenwache findet Crystal Meth im Wert von 21 Millionen Dollar

Es ist der größte Drogenfang in der Geschichte der Küstenwache Malaysias: Nach einer Verfolgungsjagd haben Beamte ein Boot aufgebracht – mit mehr als zwei Tonnen Crystal Meth an Bord.
Beutel mit Crystal Meth (Symbolbild)

Beutel mit Crystal Meth (Symbolbild)

Foto: David Ebener/ picture alliance / dpa

In Malaysia hat die Küstenwache eine Rekordmenge an Crystal Meth beschlagnahmt. Es seien 2,1 Tonnen der Droge auf einem Boot im Norden des Landes gefunden worden, sagte der Behördenchef Zubil Mat Som am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Dabei handele es sich um »die größte Beschlagnahmung in der 15-jährigen Geschichte der Küstenwache.«

Am Mittwoch sei es zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Küstenwache und einem verdächtigten Boot vor der Insel Penang gekommen. Dabei sei ein 26-jähriger Verdächtiger festgenommen worden. Bei der Überprüfung des Bootes seien 130 Säcke Methamphetamin gefunden worden – getarnt als chinesischer Tee.

Die Drogen haben nach Angaben der Küstenwache einen Verkaufswert von mehr als 21 Millionen Euro. Es werde vermutet, dass die abgefangene Sendung über das sogenannte Goldene Dreieck in der Grenzregion zwischen Myanmar, Laos und dem Norden Thailands geschmuggelt wurde und für die Nachbarländer bestimmt war. Dort könnten Dealer höhere Preise als in Malaysia erzielen.

Unwiderrufliche Hirnschäden

Die Region ist einer der wichtigsten Drogenumschlagplätze Asiens. In Malaysia sehen die Gesetze die Todesstrafe für verurteilte Drogenschmuggler vor.

Crystal Meth hat eine aufputschende Wirkung und unterdrückt Angstgefühle. Im Zweiten Weltkrieg bekamen deshalb auch deutsche Soldaten den Stoff in Pillenform. Die Rede war damals auch von »Panzerschokolade« oder »Hermann-Göring-Pillen«. Die Suchtgefahr ist groß. Im Jahr 2010 untersuchten britische Forscher, welche Drogen die größten Schäden bei den Konsumenten anrichten . Crystal Meth landete hinter Heroin und Crack auf Platz drei.

Auf Dauer kann Crystal Meth Nervenzellen im Gehirn unwiderruflich schädigen, manche Betroffene leiden unter Paranoia, Depressionen und können tagelang nicht schlafen. Sie verspüren keinen Hunger mehr, keinen Durst und keine Schmerzen.

beb/afp
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