»Anti-Sauftourismus-Gesetz« Behörden auf Mallorca machen acht Lokale dicht

Die Regionalregierung der Balearen hat acht Lokale auf Mallorca schließen lassen. Den Betreibern wird unter anderem vorgeworfen, Alkohol außerhalb der genehmigten Zeiten ausgeschenkt zu haben.
Playa de Palma auf Mallorca (Archivbild)

Playa de Palma auf Mallorca (Archivbild)

Foto: Chris Emil Janssen / IMAGO

Die Balearen-Regierung macht Ernst: Wegen verschiedener Verstöße gegen das sogenannte Anti-Sauftourismus-Gesetz werden auf Mallorca acht Lokale bis auf Weiteres zwangsgeschlossen, wie das regionale Tourismusministerium am Mittwoch in Palma mitteilte.

Vier dieser Lokale befinden sich den Angaben zufolge an dem besonders bei deutschen Besuchern beliebten »Ballermann« an der Playa de Palma, die anderen vier in der britischen Urlauber- und Partyhochburg Magaluf. Neben den Schließungen seien in über 90 Fällen Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Gesetz eingeleitet worden, hieß es.

Den Betreibern der bestraften Lokale wird vorgeworfen, Alkohol außerhalb der genehmigten Zeiten sowie an Minderjährige ausgeschenkt zu haben. Einige werden auch der sexistischen Werbung und der Erniedrigung von Frauen beschuldigt.

Die Behörden teilten nicht mit, ob es sich bei den betroffenen Lokalen um Bars, Diskotheken, Restaurants oder Strandkioske handelt. Der »Mallorca Zeitung«  sagte ein Sprecher des Tourismusministeriums, diese Informationen und die Namen der Lokale dürften aus Datenschutzgründen nicht weitergegeben werden.

Das »Anti-Sauftourismus-Gesetz« wurde 2020 verabschiedet, um Exzesse an der Playa de Palma, in Magaluf sowie auch in Sant Antoni auf Ibiza zu bekämpfen. Die Regionalregierung der Balearen strebt bereits seit einigen Jahren einen Imagewandel an. Sie will mit verschiedenen Initiativen die Qualität der touristischen Angebote steigern und die sogenannten Saufurlauber nach Möglichkeit verbannen.

wit/dpa
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