Medienbericht Feuer am Ballermann – deutsche Kegelbrüder bestreiten angeblich Vorwurf der Brandstiftung

Gegen 13 deutsche Urlauber wird auf Mallorca wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Einem Zeitungsbericht zufolge weisen sie den Vorwurf zurück. Acht der mutmaßlichen Täter bleiben demnach weiter in U-Haft.
Verrußte Fassade auf Mallorca

Verrußte Fassade auf Mallorca

Foto: Clara Margais / dpa

Acht der dreizehn deutschen Urlauber, die auf Mallorca der Brandstiftung verdächtigt werden, müssen nach einem Bericht der »Mallorca Zeitung«  in Untersuchungshaft bleiben. Das habe ein Untersuchungsrichter am späten Donnerstagabend angeordnet, nachdem er die Männer den Tag über in Einzelgesprächen verhört habe. Den Beteuerungen der Urlauber, sie hätten das Feuer nicht gelegt, schenkte der Richter offenbar wenig Glauben. Eine offizielle Mitteilung gab es bislang nicht.

Bei dem Brand in der Nähe des Ballermanns waren am 20. Mai zwei Gaststätten und eine Wohnung beschädigt worden. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Seither saßen die 13 jungen Deutschen in Untersuchungshaft.

Vier der Verdächtigen sollen dem Artikel zufolge gegen Zahlung einer Kaution von jeweils 12.000 Euro frei kommen. Ein fünfter komme ohne Kaution frei. Gegen alle 13 Beschuldigten habe der Richter aber eine Solidarhaftung in Höhe von 500.000 Euro für eingetretene Schäden angenommen. Diese Haftung kann wirksam werden, wenn es zu einer Verurteilung aller 13 als Mittäter käme.

In den Einzelgesprächen mit dem Untersuchungsrichter sollen die Männer angegeben haben, das Vordach eines Restaurants unterhalb ihres Hotels nicht in Brand gesetzt zu haben.

Stattdessen hätten sie versucht, andere Gäste in dem Hotel nahe dem Ballermann vor dem Feuer zu warnen. Einige der Deutschen sollen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sein.

Die Männer, nach Medienberichten fast alle im Alter zwischen 24 und 29 Jahren, werden beschuldigt, am 20. Mai bei einer Party auf zwei Balkonen ihrer Hotelzimmer brennende Zigarettenkippen auf das Terrassendach einer Gaststätte geworfen und Alkohol darauf gegossen zu haben. Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer. Die Flammen beschädigten das Lokal und eine weitere Bar sowie eine angrenzende Wohnung. Es war von einem Schaden von mindestens 150.000 Euro die Rede. Die Deutschen waren gleich nach dem Brand festgenommen worden.

bbr/dam/dpa
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