Manchester Berichte über Explosionen bei Popkonzert - Polizei bestätigt 19 Tote

In Manchester soll es laut Medienberichten am Rande eines Popkonzerts zu Explosionen gekommen sein. Die Polizei spricht von einem "ernsten Zwischenfall" und bestätigt mindestens 19 Tote - Bürger sollen dem Einsatzort fernbleiben.

REUTERS

Dies ist die erste Meldung zu dem Vorfall in Manchester. Mittlerweile hat die Polizei mitgeteilt, dass sie von einem Terroranschlag ausgeht. Alles weitere dazu finden Sie hier.


Im Anschluss an ein Konzert der US-amerikanischen Pop-Sängerin Ariana Grande in der Manchester Arena soll es gegen 22.30 Uhr Ortszeit zu Explosionen gekommen sein. Wie mehrere englische Medien berichten, habe es offenbar zwei Knalle gegeben. Die Polizei sprach auf Twitter von einem "ernsten Vorfall" und bestätigte 19 Todesopfer und mindestens 50 Verletzte. Die Menschen wurden aufgefordert, sich aus der Gegend fernzuhalten.

Notfallfahrzeuge rasten zu der Multifunktionshalle, Hubschrauber kreisten über dem Areal. Menschen seien in Panik und mit Tränen in den Augen aus der Halle geflohen. Viele Kinder und Jugendliche sollen die Veranstaltung besucht haben. Nach Angaben eines Sprechers von Ariana Grande geht es der Sängerin gut. Sie sei "okay".

Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song des Konzerts, es habe aber keinen Rauch gegeben. Anwohner berichteten, ein Knall habe die ganze Nachbarschaft erschüttert. Die Ursache dafür ist noch unklar. Die Lage war zunächst völlig unübersichtlich. Die Polizei kündigte an, sie werde weitere Details so bald wie möglich mitteilen.

Die BBC berichtet unter Berufung auf Polizeiangaben, dass es eine Explosion im Foyer der Konzerthalle gegeben habe.

Der Bahnhof Victoria Station, der direkt an die Arena angrenzt, wurde laut BBC gesperrt. Der TV-Sender Sky News berichtet, dass ein Bombenräumkommando inzwischen an der Arena angekommen sei, um die Berichte von Explosionen zu untersuchen.

Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarenahalle, die 1995 eröffnet wurde. Bei Konzerten hat sie maximal Platz für 21.000 Menschen. Weltstars des Rock und Pop haben dort gespielt: U2, die Rolling Stones, Madonna, Lady Gaga. Aber auch verschiedene Wettkämpfe der Commonwealth Spiele 2002 wurden dort ausgetragen, die Kurzbahn-Wettbewerbe der Schwimm-WM 2008 und internationale Boxkämpfe etwa von Mike Tyson und David Haye.

max/asc/dpa/Reuters



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