Promiviertel Bel Air Mann drohen 48 Jahre Haft wegen Waffenlager in Luxusvilla

Das Haus ist angeblich Millionen Dollar wert - und drinnen sah es aus wie auf einer Waffenmesse: Weil ein Mann in Los Angeles mehr als tausend Gewehre hortete, muss er womöglich für lange Zeit ins Gefängnis.

KCBS/KCAL-TV/AP

Selbst erfahrene Ermittler hatte das Ausmaß des Fundes überrascht. Nun beschäftigt das riesige Waffenlager in einer Villa in einem luxuriösen Wohnviertel von Los Angeles auch die Gerichte. Ein 58-jähriger Mann ist am Montag (Ortszeit) angeklagt worden.

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft steht er wegen 64 Vergehen, darunter illegaler Waffenbesitz und fehlende Lizenzen, vor Gericht. Die Vergehen ereigneten sich laut der Mitteilung zwischen Januar 2016 und Mai 2019. Der Mann habe auf "nicht schuldig" plädiert, hieß es. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 48 Jahre und acht Monate Haft.

Die Polizei war im Mai auf das Waffenarsenal mit mehr als tausend Gewehren und einer größeren Menge Munition gestoßen. Nach einem Tipp über illegale Waffenkäufe hatten Beamte in der Nobelgegend von Bel Air das Anwesen durchsucht und den Mann festgenommen. Fernsehbilder zeigten Berge von Waffen, die die Polizei in der Einfahrt der Millionen-Villa aufgestapelt hatte. Außer den Gewehren sind auf den Aufnahmen auch eine große Anzahl von Pistolen und anderen Handfeuerwaffen zu erkennen.

Laut Behörden bestand keine Gefahr für die Bevölkerung

"Das ist ein großes Versteck", hatte Polizeisprecher Chris Ramirez dem Sender KTLA nach der Entdeckung gesagt. Es sei kaum zu begreifen, wie jemand in einem Villenviertel wie diesem so viele Waffen haben könne. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe nicht bestanden, der gefährliche Fund hätte jedoch in die falschen Hände gelangen können.

Das Haus soll nach Medienberichten etwa sieben Millionen Dollar wert sein und einer Frau gehören. In der noblen Wohngegend leben viele Reiche und Prominente. Unter anderem befindet sich in der Nähe auch die legendäre "Playboy Mansion" von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner, die 2016 für 100 Millionen Dollar den Eigentümer gewechselt hatte.

jok/dpa

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