Verprügelte Schwangere Mann gesteht Schläge mit einem Stock

Beim Prozessauftakt in Mannheim hat ein Mann gestanden, seine schwangere Frau geschlagen zu haben. Das Baby war nach der Tat im Mutterbauch gestorben.

Ein Sitzungssaal im Landgericht Mannheim (Symbolbild)
Uwe Anspach/ DPA

Ein Sitzungssaal im Landgericht Mannheim (Symbolbild)


Ein 36-jähriger Mann soll seine schwangere Frau so lange geschlagen haben, bis ihr ungeborenes Kind starb. Beim Prozessauftakt am Landgericht Mannheim hat der Angeklagte die Schläge heute zugegeben. Vor Gericht sagte der Mann: "Ich habe einen Ast vom Baum abgerissen und sie damit auf Kopf und Taille geschlagen."

Am 28. September soll der Mann in betrunkenem Zustand mit seiner Lebensgefährtin in Streit geraten sein und ihr angebliche Affären vorgehalten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Frau geschlagen, getreten und schließlich vergewaltigt zu haben. Tritte und Vergewaltigung bestreitet der Angeklagte.

Das Paar lebte Ende August im Zelt auf einer Wiese in Mannheim, der Mann arbeitete bei einem Bauunternehmen. Der Sohn des Angeklagten soll den Vorfall bemerkt und veranlasst haben, dass die Frau zu ihrer Familie gebracht wird. Diese wollte das Opfer ins Krankenhaus einliefern lassen, doch der Angeklagte soll dies durch massive Bedrohungen verhindert haben. Als sie nach fünf Tagen ins Krankenhaus kam, war das ungeborene Kind tot.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann schwere Körperverletzung, besonders schweren Schwangerschaftsabbruch und Vergewaltigung vor, ebenfalls in besonders schwerem Fall. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und 15 Jahren.

muk/dpa



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