Fall Maria Bögerl BKA sucht Verdächtigen mit Phantombild und Tonspur

Neue Spur im Mordfall Maria Bögerl: Das BKA gibt ein Phantombild eines Tatverdächtigen heraus - und Tonaufnahmen seiner Stimme.


Die Polizei fahndet im Fall der ermordeten Bankiersgattin Maria Bögerl mit einer Sprachaufzeichnung und einem Phantombild nach einem Tatverdächtigen. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit.

Die Frau des ehemaligen Heidenheimer Sparkassenchefs war im Mai 2010 aus ihrem Haus entführt worden. Die Täter forderten vom Ehemann Thomas Bögerl per Telefon 300.000 Lösegeld. Eine Übergabe scheiterte. Drei Wochen später wurde die zweifache Mutter erstochen in einem Wald entdeckt.

Im Pkw und an persönlichen Gegenständen Bögerls waren DNA-Spuren einer unbekannten männlichen Person gefunden worden. Zwei DNA-Massentests blieben ergebnislos. Die Ermittler gingen bislang von mehreren Tätern aus.

Mit dem Phantombild und der Stimmaufzeichnung werde nach einem unbekannten Tatverdächtigen gefahndet, hieß es in der BKA-Mitteilung. Im Juli 2016 seien zwei junge Männer in Hagen (NRW) von einem offenbar alkoholisierten Mann angesprochen worden. Im Verlauf des Gesprächs, vor Beginn der Aufzeichnung, habe dieser Angaben zum Mordfall Maria Bögerl gemacht.

Die jungen Männer hätten das Gespräch dann mit ihrem Handy aufgenommen und die Polizei verständigt. Beim Eintreffen der Beamten war der Mann jedoch verschwunden.

Zur äußeren Erscheinung des Verdächtigen heißt es, er sei etwa 1,80 Meter groß, schlank, habe schwarze Haare und ein Muttermal unterhalb des rechten Auges. Die Gesamterscheinung des etwa 45-jährigen Mannes sei ungepflegt und verwahrlost gewesen.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Sparkasse Heidenheim haben bis zu 30.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

kry

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insgesamt 2 Beiträge
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hf1205 05.04.2017
1. Hoffentlich
springt bestimmt gleich der Datenschutz aus den Büschen und reklamiert, dass nach § 201 StGB "Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes",solche Aufnahmen von Privat für eine Fahndung unzulässig sind. Zufällig habe ich gerade gestern an den Fall gedacht, da ich in der Gegend wohne und überlegte, ob er wohl jemals aufgeklärt wird.Und schon gibt es wohl eine heiße Spur,die hoffentlich zum Ziel führt. Denn der Täter hat eine Familie zerstört und den Kindern ein lebenslanges Trauma verschafft.Sollte er verurteilt werden, wird hoffentlich auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt, so dass er in seiner Zelle endgültig verschwindet. Täter sind übrigens auch diejenigen,die hinter vorgehaltener Hand in der Region über eine Tatbeteiligung des Ehemanns spekuliert hatten und ihn zum Suizid trieben
lex1976 06.04.2017
2.
Ich bin aus Neresheim und war damals auch beim Massen-DNA-Test. Mich wundert langsam nichts mehr hier.
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