Gefälschter Impfausweis Ehemaliger Werder-Trainer Anfang muss 36.000 Euro Strafe zahlen

Er nutzte einen gefälschten Impfpass, um weiter am Spielbetrieb der Bundesliga teilnehmen zu können: Werder Bremens Ex-Trainer Markus Anfang ist nun mit einer Geldstrafe belegt worden.
Markus Anfang als Trainer von Werder Bremen (Archivbild): 90 Tagessätze zu je 400 Euro

Markus Anfang als Trainer von Werder Bremen (Archivbild): 90 Tagessätze zu je 400 Euro

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Werder Bremens ehemaliger Trainer Markus Anfang muss wegen der Nutzung eines gefälschten Impfausweises 36.000 Euro Strafe zahlen. Das hat das Amtsgericht Bremen entschieden, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht. Demnach sei der Strafbefehl auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen worden. Er belaufe sich auf 90 Tagessätze zu je 400 Euro, heißt es.

»Der Beschuldigte hatte zum Nachweis seiner – tatsächlich nicht erfolgten – Covid-19-Schutzimpfungen gegenüber dem Gesundheitsamt Bremen, diesem einen gefälschten Impfausweis im November 2021 vorgelegt«, so die Staatsanwaltschaft.

Strafbefehl gegen Co-Trainer

Gegen Anfangs Co-Trainer sei in einem gleich gelagerten Fall ebenfalls Strafbefehl erlassen worden. Details dazu teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Bei dem Co-Trainer handelt es sich um Florian Junge, gegen den auch ermittelt worden war.

Anfang hatte gegenüber der Staatsanwaltschaft eingeräumt, einen gefälschten Impfpass genutzt zu haben, um weiterhin am Fußballspielbetrieb teilnehmen zu dürfen. Nach eigenen Angaben hatte er sich nicht impfen lassen, weil er Angst vor Komplikationen in Folge der Impfung hatte. Woher Anfang das gefälschte Dokument hatte, sagte er nicht.

Am 20. November war Anfang, wenige Stunden vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (1:1), als Trainer von Werder Bremen zurückgetreten. Zuvor waren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des gefälschten Impfpasses gegen ihn bekannt geworden.

Im Januar wurde Anfang vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr gesperrt und zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Diese Sperre wird ab dem 10. Juni bis Mitte 2023 zur Bewährung ausgesetzt.

ptz/dpa