Mecklenburg-Vorpommern 51-Jähriger soll Freundin zu Tode gepeitscht haben

Er soll sie gefesselt und mit einer Peitsche zu Tode gequält haben: In Mecklenburg-Vorpommern wirft die Staatsanwaltschaft einem Mann vor, seine fast 20 Jahre jüngere Lebensgefährtin getötet zu haben.

Ermittler vor dem mutmaßlichen Tatort
DPA

Ermittler vor dem mutmaßlichen Tatort


In Mecklenburg-Vorpommern muss sich ein Mann vor Gericht verantworten, der seine Freundin gefesselt und zu Tode gepeitscht haben soll. Der Prozess soll am 25. Januar vor dem Landgericht Neubrandenburg beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus dem Dorf Alt Rehse Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Der 51-Jährige habe seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin gefesselt und mit einer Peitsche geschlagen haben, lautet die Anklage. An den Folgen sei die Frau schließlich gestorben. Polizisten hatten die stark verweste Leiche der gefesselten Frau durch Zufall im Haus des Mannes gefunden.

Der Beschuldigte war aus der Nähe von Stuttgart nach Alt Rehse gezogen, hatte dort eine Gaststätte erworben und war mehrfach wegen Ruhestörung aufgefallen. Eine solche Ruhestörung war am 9. August der Auslöser dafür, dass die Leiche entdeckt wurde.

Der Tatverdächtige schwieg zunächst. Rechtsmediziner klärten die Identität der 32-Jährigen, die unter gesetzlicher Betreuung stand und von Rheinland-Pfalz in den Norden gezogen war. Anwohner hatten die Frau aber seit Wochen vermisst. Der Tatverdächtige hat laut Gericht angegeben, den Tod des Opfers nicht gewollt zu haben.

Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage geplant. Dem Beschuldigten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

mxw/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.