"Nationales Bündnis Löcknitz" Hunderte Polizisten durchsuchen Gebäude von 24 Rechtsextremen

Razzia in Mecklenburg-Vorpommerns rechtsextremer Szene: Die Beschuldigten sollen illegal Waffen besessen haben. Auf ihre Spur kamen die Ermittler offenbar durch einen anderen Fall.
Insgesamt wurden 40 Wohnungen, Büros und Nebengebäude im Landkreis Vorpommern-Greifswald durchsucht

Insgesamt wurden 40 Wohnungen, Büros und Nebengebäude im Landkreis Vorpommern-Greifswald durchsucht

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Monika Skolimowska/ dpa

Wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitz haben Ermittler in Mecklenburg-Vorpommern 40 Objekte durchsucht, die 24 Beschuldigten aus der rechtsextremen Szene gehören. Das Verfahren richte sich gegen Mitglieder der Gruppierung "Nationales Bündnis Löcknitz", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock .

Diese wird im Verfassungsschutzbericht des Landes erwähnt, da sie rechtem Gedankengut nahestehe und "verfassungsfremde Ansichten" vertrete. Zu den Verdächtigen gehörten weder Polizisten noch Bundeswehrangehörige, hieß es von den Ermittlern.

300 Beamte der Landes- und der Bundespolizei waren an den Durchsuchungen der Wohnungen und Büros in der Region um Löcknitz beteiligt. Die Ermittlungen resultieren nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus vorangegangen Durchsuchungen bei zwei Beschuldigten. Gegen die beiden 52 und 44 Jahre alten Männer bestehe der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Bereits am 1. Oktober hatten deswegen 160 Polizisten mehrere Grundstücke im Landkreis Vorpommern-Greifswald nach Waffen, Munition, Dokumenten und elektronischen Medien durchsucht. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, seien damals unter anderem Speichermedien sichergestellt worden.

Anhaltspunkte dafür, dass eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand, lagen den Angaben zufolge weder Anfang Oktober noch aktuell vor.

kim/AFP/dpa
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