Mexikanischer Drogenkrieg Polizei entdeckt 14 Leichen in Hafenstadt

Neuer grausiger Fund in Mexiko: Ermittler haben in der Stadt Veracruz die Leichen von 14 Menschen entdeckt. Die Polizei geht von einem Zusammenhang mit dem Drogenkrieg aus - in dem Ort tagen derzeit die Staatsanwälte des Landes.


Veracruz - Der gewaltsame Konflikt rivalisierender Drogenbanden hat offenbar die nächsten Opfer gefordert - wieder steht die Hafenstadt Veracruz im Mittelpunkt. Zwei Tage nach dem Fund von 35 Leichen mutmaßlicher Drogengangster sind im Osten Mexikos 14 Tote entdeckt worden.

Die Leichen seien am Donnerstag an drei verschiedenen Orten in Veracruz am Golf von Mexiko gefunden worden, teilten die Justizbehörden mit. Der Fund fällt mit einer landesweiten Tagung der Staatsanwälte in Veracruz zusammen. Sie wird durch ein großes Polizei- und Militäraufgebot geschützt.

Veracruz ist seit einiger Zeit ein zentraler Schauplatz der Bandenkriege. Die Stadt gilt als Bastion der "Zetas", eines Drogenkartells, das als besonders brutal gilt. Das Kartell wird von ehemaligen Elitesoldaten der mexikanischen Armee geleitet. Bei den 35 am Dienstag gefundenen Leichen waren nach Berichten der lokalen Presse Nachrichten mit Drohungen gegen die "Zetas" gefunden worden.

Seit die Regierung den mächtigen Drogenbanden 2006 den Kampf angesagt hatte, starben im mexikanischen Drogenkrieg rund 35.000 Menschen. Auch eine Reihe von Festnahmen in den vergangenen Jahren und die Ergreifung ranghoher Drogenbosse konnte die Gewalt nicht stoppen.

jok/AFP



insgesamt 6 Beiträge
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Juergen Wolfgang, 23.09.2011
1. so what?
Zitat von sysopNeuer grausiger Fund in Mexiko: Ermittler haben in der Stadt Veracruz die Leichen von 14 Menschen entdeckt. Die Polizei geht von einem Zusammenhang mit dem Drogenkrieg aus - in dem Ort tagen derzeit die Staatsanwälte des Landes. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,787987,00.html
Die eine Drogenorganisation bringt die Mitglieder der anderen Organisation um und umgekehrt. Irgend wann haben die sich selbst beiseite geschaft. Und dadurch das Problem gelöst! In absehbarer Zeit stehen sich die beiden übriggeblieben Bosse auf der Strasse zum Shootdown gegenüber. Wie damals die Westernhelde zum Revolverduell. Der, welcher dann übrigbleibt, kassiert die Polizei ein. Thema erledigt
Wayne88 23.09.2011
2. xxx
Zitat von Juergen WolfgangDie eine Drogenorganisation bringt die Mitglieder der anderen Organisation um und umgekehrt. Irgend wann haben die sich selbst beiseite geschaft. Und dadurch das Problem gelöst! In absehbarer Zeit stehen sich die beiden übriggeblieben Bosse auf der Strasse zum Shootdown gegenüber. Wie damals die Westernhelde zum Revolverduell. Der, welcher dann übrigbleibt, kassiert die Polizei ein. Thema erledigt
Schlichter gings nicht, was? Mexiko ist ein failed state. Der Staat hat kein Gewaltmonopol mehr. Artikel richtig gelesen? Ds Zeta-Kartell wird von Ex-Elitesoldaten geführt. Und es sterben nicht nur aktive Drogengangster, sondern es werden permanent Unschuldige massakriert. Ganze Regionen sind in der Gewalt der Gangs. Polizei, Politik, Justiz, bis auf höchste Ebene auf deren GEhaltslisten. Und saubere Rüstungskonzerne wie Heckler & Koch exportieren da auch noch illegal und straflos Feuerwaffen hin. Show must go on!
PeteLustig, 24.09.2011
3. .
Zitat von Wayne88Schlichter gings nicht, was? Mexiko ist ein failed state. Der Staat hat kein Gewaltmonopol mehr. Artikel richtig gelesen? Ds Zeta-Kartell wird von Ex-Elitesoldaten geführt. Und es sterben nicht nur aktive Drogengangster, sondern es werden permanent Unschuldige massakriert. Ganze Regionen sind in der Gewalt der Gangs. Polizei, Politik, Justiz, bis auf höchste Ebene auf deren GEhaltslisten. Und saubere Rüstungskonzerne wie Heckler & Koch exportieren da auch noch illegal und straflos Feuerwaffen hin. Show must go on!
Stimmt rechtlich zwar nicht, dennoch: Im Sinne des Postings Ihres Vor-Kommentatoren nicht die unglücklichste Methode
yonpipol 25.09.2011
4. Menschliche (un)Sicherheit
In Lateinamerika herrscht ein Problem der menschlichen Sicherheit. Viele, sehr viele, der Arbeiter der Drogenkartelle sind Menschen, die in unwürdigen Lagen leben. Sie arbeiteten oft im ganzen Tag um am Ende nicht genügendes Essen, oder die Bildung und Gesundheit derer Kindern sicher zu haben. Der Kampf sollte gegen die Gewalt und Armut sein. Aber geiz ist geil... wir wollen Bananen für 99 cent/kilo kaufen, ohne zu wissen, wer dabei leidet. Deswegen: Denke bitte, das nächste mal, dass Du etwas konsumierst, denke wo es her kommt, wie es produziert wird, und was es Wert wirklich ist. Vielleicht, wenn alle daran denken und handeln, wird die Gewalt in Lateinamerika abnehmen.
Wayne88 26.09.2011
5. xxx
Zitat von PeteLustigStimmt rechtlich zwar nicht, dennoch: Im Sinne des Postings Ihres Vor-Kommentatoren nicht die unglücklichste Methode
http://www.sueddeutsche.de/politik/mutmassliche-illegale-waffenexporte-durchsuchung-bei-heckler-koch-1.1039111 http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,736036,00.html Wie schlicht muß mein sein um zu glauben, daß das ein problem sei, welches mit Waffengewalt zu lösen wäre.
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