Mexiko Mindestens 14 Tote nach Schießerei

Bei einer Schießerei im Norden Mexikos unter Mitgliedern eines Drogenkartells sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Mehrere Männer hatten auf das Rathaus der Stadt Villa Unión gefeuert.

Die Fassade des Rathauses der Stadt Villa Union ist mit Einschusslöchern übersät
Gerardo Sanchez/ DPA

Die Fassade des Rathauses der Stadt Villa Union ist mit Einschusslöchern übersät


Bei einer Schießerei zwischen Polizisten und mutmaßlichen Drogenhändlern sind in Mexiko mindestens 14 Menschen getötet worden. Vier der Opfer seien Polizisten, sieben weitere mutmaßliche Kriminelle, teilten die Behörden am Samstag mit. Die drei übrigen Leichen seien noch nicht identifiziert worden. Weitere Menschen, darunter ein Kind, wurden nach dem Vorfall noch vermisst.

Die Schießerei ereignete sich gegen Mittag in der Stadt Villa Unión im Bundesstaat Coahuila, etwa 60 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Die mutmaßlichen Drogenhändler waren nach Behördenangaben schwer bewaffnet mit mehreren Fahrzeugen in dem Ort unterwegs. Sechs Beamte wurden nach Angaben des Gouverneurs von Coahuila leicht verletzt. Die Behörden beschlagnahmten zwölf Fahrzeuge, mehrere hochkalibrige Waffen und Munition.

Der Umgang mit den Drogenkartellen sorgt derzeit für Spannungen zwischen Mexiko und den USA. Mexikos Staatschef Andrés Manuel López Obrador hatte sich vor Kurzem mit klaren Worten gegen einen bewaffneten US-Einsatz gegen die mexikanischen Drogenkartelle verwahrt. Der Staatschef reagierte damit auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mexikanische Drogenkartelle als Terrororganisationen einstufen und härter bekämpfen zu wollen. Trump hatte nach einem tödlichen Angriff auf US-mexikanische Mormonen in Mexiko Anfang November einen "Krieg" gegen die Drogenkartelle gefordert und der mexikanischen Regierung dabei US-Hilfe angeboten.

Mexiko leidet seit vielen Jahren unter der Gewalt der mächtigen Drogenkartelle. Seit dem Beginn des umstrittenen Armeeeinsatzes gegen die Banden im Jahr 2006 starben bereits mehr als 250.000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg. Auch Präsident López Obrador, der das Amt vor rund einem Jahr antrat, scheint machtlos.



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.