Mexiko 28 Menschen sterben bei Schießerei auf Highway

Zehn verlassene Autos standen auf der Straße, etliche Leichen lagen herum: Bei einer Schießerei sind in Mexiko 28 Menschen gestorben - vermutlich beim Kampf rivalisierender Drogenbanden. Laut Ermittlern kamen schwere Waffen zum Einsatz.


Mexiko-Stadt - Die tödliche Schießerei ereignete sich laut Ermittlern am Mittwochnachmittag: Im Westen Mexikos sind bei einem Feuergefecht auf einem Highway 28 Menschen gestorben. Vermutlich waren rivalisierende Drogenbanden aufeinandergetroffen. Am Tatort nahe der Stadt Ruiz, etwa 800 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt, fand die Polizei zehn verlassene Autos - und vier Überlebende.

Ein Zeuge hatte zuvor von einem Kidnapping berichtet. Die bewaffneten Entführer waren seinen Angaben zufolge über die Bundesstraße geflohen. Auf dem Weg zum Einsatz hätten die Beamten von einem Feuergefecht gehört, in das die gleiche Gruppe Männer verwickelt sei.

Am Schauplatz des Blutbads im Bundesstaat Nayarit fanden die Polizisten einer Mitteilung zufolge Patronenhülsen von leistungsstarken Waffen. Nähere Informationen zu den Opfern oder den beteiligten Banden gab die Staatsanwaltschaft nicht heraus.

In Mexiko liefern sich rivalisierende Drogenkartelle eine blutige Auseinandersetzung um die Schmuggelrouten in die USA. Seit der mexikanische Präsident Felipe Calderón bei seinem Amtsantritt Ende 2006 den mächtigen Drogenbanden des Landes den Kampf ansagte, kamen in dem Drogenkrieg mehr als 35.000 Menschen ums Leben .

hut/dapd



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JaguarCat 26.05.2011
1. Wie in Hollywood ...
... nur realer. Und wenn die US-Waffengesetze endlich mal verschärft würden, dann würde die Zahl solcher Gewaltdelikte abnehmen, weil den Drogen-Gangs irgendwann Waffen und/oder Munition ausgehen.
Rodri 26.05.2011
2. ...
In Mexiko ist das nichtmal eine Schlagzeile wert. Das ist leider Alltag.
Pacolito, 26.05.2011
3. Hmm...
Zitat von JaguarCat... nur realer. Und wenn die US-Waffengesetze endlich mal verschärft würden, dann würde die Zahl solcher Gewaltdelikte abnehmen, weil den Drogen-Gangs irgendwann Waffen und/oder Munition ausgehen.
Mit Sicherheit nicht. Drogen sind in den USA verboten, trotzdem überqueren Tonnen davon die Grenze, das würde mit Waffen nicht anders sein. Mal davon ab, dass Waffen auch aus Südamerika nach Mexiko gelangen. Helfen kann nur das Legalisieren der Drogen, denn damit entzieht man diesen Kriminellen die Geschäftsgrundlage. Das wird aber wohl leider nicht passieren.
Richard.M 26.05.2011
4. Waffengesetze sind nicht der richtige Hebel
Zitat von JaguarCat... nur realer. Und wenn die US-Waffengesetze endlich mal verschärft würden, dann würde die Zahl solcher Gewaltdelikte abnehmen, weil den Drogen-Gangs irgendwann Waffen und/oder Munition ausgehen.
Nicht dass ich nicht voll dafür wäre, die Waffengesetze in den USA zu verschärfen... aber die Jungs dürften für die nächsten Jahre genug Munition gebunkert haben, und für das vorliegende Problem wäre es sinnvoller, wenn die USA ihre Drogengesetze dramatisch liberalisieren würden. Wenn in den USA Haschisch staatlich lizensiert und saftig besteuert verkauft und legal konsumiert werden könnte, wären die Gefängnisse dort um viele harmlose Kiffer leerer, die Polizei könnte sich um dringendere Sachen kümmern, der Staat würde Geld einnehmen statt sinnlos ausgeben, die Haschisch-Bauern könnten legal ihrem Handwerk nachgehen und ohne Angst ihren Lebensunterhalt verdienen, und den mexikanischen Banden bräche ein guter Teil ihres Geschäfts zusammen. Was wiederum die Korruption unter mexikanischen Behörden reduzieren würde. Wird aber nicht passieren [achselzuck].
Rodri 26.05.2011
5. ...
Zitat von PacolitoMit Sicherheit nicht. Drogen sind in den USA verboten, trotzdem überqueren Tonnen davon die Grenze, das würde mit Waffen nicht anders sein. Mal davon ab, dass Waffen auch aus Südamerika nach Mexiko gelangen. Helfen kann nur das Legalisieren der Drogen, denn damit entzieht man diesen Kriminellen die Geschäftsgrundlage. Das wird aber wohl leider nicht passieren.
Das ist leider eine ziemliche wirre Logik einiger Politiker und angeblicher Experten. Wenn die Kartelle keine Kohle mehr mit Drogen machen, dann Entführen sie Leute, rauben Geschäfte aus, erpressen Schutzgeld. Als ob der Drogenhandel alleine das Problem wäre...
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